Haller Kreisblatt 13.07.2026

Das Steinhagener Gymnasium feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Das Silberjubiläum wird zum großen Stelldichein von Lehrern, Schülerinnen, Schülern und Ehemaligen. Und die große Party schließt eine sechs Jahre alte offene Wunde.

SteinGy lässt es im Lokschuppen krachen

von Simone Pomikalek

Mehr als 1.000 Gäste feierten das 25-jährige Jubiläum des Steinhagener Gymnasiums. Fotos: Simone Pomikalek

STEINHAGEN/BIELEFELD. 1.000 Karten wurden bereits im Vorverkauf verkauft. Über die Lockschuppen-Abendkasse war es noch möglich, Eintrittskarten zu bekommen. Schulleiter Stefan Binder feierte schon vor dem Auftakt-Gong um 20.01 Uhr mit Kollegen, Absolventen und Schülern. Die „krumme“ Startzeit der großen Sause war sinnigerweise an das Gründungsjahr der Schule angelehnt. An den vielen eleganten Kleidern und Anzügen war unschwer zu erkennen: Dieses Jubiläum war für die Teilnehmenden etwas Besonderes.

Gleich geht’s los: Um 20.01 Uhr schellte der Gong.

Nach dem Schulgong begrüßte Binder mit Fahrradhelm in der Hand das Publikum. Die große Veranstaltungshalle im Bielefelder Lokschuppen war fest in der Hand des SteinGy: Gefüllt mit Schülern, Ehemaligen und Förderern des Gymnasiums, das Schulemblem an den Wänden – und Steinhagener Bratwurst von Fleischerei Haskenhoff gab es auch.

Katja Wirtz und Annika Hoffmann hatten die Idee, die Absolventen von 2020 bei der Jubiläumsfeier zum 25. Geburtstag des Gymnasiums zu würdigen. „Es war schlimm, dass wir uns nicht richtig verabschieden konnten“, sagte Binder, den diese Zeit auch heute noch emotional bewegt. Die Coronapandemie machte damals eine Abschlussfeier unmöglich. Wirtz sagte: „Heute wollen wir euch drücken und feiern.“ Die Idee, eine Nachfeier zu organisierten, sei schon länger im Kopf der Oberstufenleitung gewesen, jedoch mussten sechs Jahre vergehen, um den Gedanken umzusetzen. Die große Sause mit Showprogramm schloss die „offene Wunde“. 80 Schüler und Schülerinnen hatten 2020 ihr Abitur gemacht. 42 Ehemalige waren zum Nachfeiern im Lokschuppen.

Schulleiter Stefan Binder (2.v.l.) feiert mit den Kollegen Andreas Frerkes, Katja Wiertz und Annika Hoffmann sowie Abiturientinnen.

Ein schönes Zeichen setzte das Mitwirken am Showprogramm durch ehemalige Schüler. Ein Highlight war der Auftritt von Ronja Brinkmann. Die Tänzerin, die beim Bundeswettbewerb „Tanzen in der Schule“ erfolgreich teilgenommen hat, zeigte ihr Showprogramm. Auch der ehemalige Schüler Manuel Stockhecke steuerte einen Betrag der besonderen Art bei: Um den aktuell laufenden Erweiterungsbau des Schulgebäudes präsentieren zu können, hat Stockhecke einen Film produziert, der die Bauabschnitte bis zum jetzigen Stand mit einem Drohnenflug eindrucksvoll dokumentiert.

Tanzen ist ein wichtiger Teil der Schule: Die Tanzgruppe zeigt, was sie kann.

TV-Moderator und Sänger Ben moderierte den Abend und bat zahlreiche für die Schule relevante Persönlichkeiten auf die Bühne. So erinnerte er gemeinsam mit dem Gründungsschulleiter Josef Scheele-von Alven an die ersten Lehrerkonferenzen im Container. „Es war ein tolles Team, das im engen Austausch stand“, sagte Scheele- von Alven, der das SteinGy „sein Lebenswerk“ nannte. 2018 ging er in Ruhestand. mein Lebenswerk nennen.“

Der damalige Bürgermeister Klaus Besser und die aktuelle Bürgermeisterin Sarah Süß waren weitere Gäste, die die Schule in ihren Veränderungen begleitet haben. Besser berichtete, wie die Schule zu ihrer ungewöhnlichen UFO-Form kam. „Es war eine Architektenausschreibung, bei der ein Essener Architekt mit seinem Vorschlag gewonnen hatte.“ Süß erklärte, wie die Erweiterung des Schulgebäudes mit einer ähnlichen Ausschreibung startete. Für die Einweihung gab es eine hoffnungsvolle Prognose von der Schulleitung: Sie könnte schon vor dem Jahr 2028 abgeschlossen sein.

„Wir haben alles im Blick, halten uns aber meist im Hintergrund“, sagte Thorsten Neelen, der Vorsitzende vom Förderverein. Ohne Sponsoren wie den Förderverein wäre eine solche Veranstaltung wie die große Jubiläumssause nicht möglich, sagte Neelen und warb um Mitgliedschaft.

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