Westfalen-Blatt,30.08.2015

 

Mit neuem Auto auf Kurs


Steinhagener Gymnasiasten treten beim Bobbycar-Solarcup an


wb300815Leichteres Modul und Alu-Chassis: (v.l.) Lehrer Wolf-gang Schulte, Gemeindewerke-Chef Stefan Lütgemeier, Gemeindewerke -Projektbetreuer Martin Wolters und die Schüler Joshua Friedrich, Dennis Grönke, Lennart Coordes, Christian Andres und Lisa Kloppmann sind siegessicher. Foto: Bluhm-Weinhold

 

Fast sind sie schon alte Hasen, denn bereits zum fünften Mal ist das Steinhagener Gymnasium an diesem Sams-tag beim Bobbycar-Solarcup in Bielefeld da-bei. Routine kommt dennoch nicht auf.


Denn natürlich entwickelt das Team um Physiklehrer Wolfgang Schulte mit jedem Jahr das Gefährt weiter. Irgendwo ist auch noch das Bobbycar zu erkennen — das erfordern schon die Wettkampfbedingungen. Aber Getriebe, Größe der Räder, die Art der Schaltung — das ist alles den Teams selbst überlassen. Und da haben die sieben Schüler viel an ihrem Auto verändert: So hat es ein neues Chassis aus Aluprofilen bekommen, das die Steinhagener Firma SV Karosserie und Kfz-Technik angefertigt hat. »Bislang hatten wir immer ein altes Kettcar«, sagt Wolfgang Schulte.


Diese Neuerung dürfte Gewicht sparen — und das tut auch eine zweite. Das Bobbycar wird über Akkus angetrieben, die wiederum über Solarmodulen mit Energie versorgt werden.


Bisher war das Modul mit einer schweren Glasplatte versehen — viel Ballast. Jetzt haben die Gemeindewerke, Hauptsponsor des Bobbycar-Teams, ein Modul aus Monokristallinen spendiert. Das bringt die gleiche Leistung, ist aber deutlich effektiver.


In einer der Garagen auf dem Bauhof haben die Schüler, die alle aus der Jahrgangsstufe elf und zu- meist im zweiten Jahr da-bei sind, ihr Fahrzeug zusammengeschraubt. Die Gemeindewerke finanzieren zum einen den knapp 700 Euro teuren Bausatz und sorgen zum anderen für die Werkstatt.


Aber während das Team inzwischen eingespielt ist, fehlte ihm bis kurz vor Tores Schluss noch ein Fahrer. Denn aufs Bobbycar darf nur, wer maximal zehn Jahre und mindestens 20 Kilo schwer ist. Ein Casting in der Schule unter den Fünftklässlern war nötig, um den Fahrersitz zu besetzen.


Zwei Disziplinen sind fahrerisch zu absolvieren: ein Geschicklichkeitsparcours und ein Verfolgungsrennen. Die Steinhagener haben bisher immer ganz ordentlich abgeschnitten, waren im Geschicklichkeitsparcours zuletzt sogar zweiter. Eine weitere Disziplin ist die künstlerische Gestaltung. Auch da haben die Gymnasiasten alles gegeben.


Erst ganz zum Schluss der Vorbereitungen hat das Gefährt auch noch ein Outfit verpasst bekommen. Im Brainstorming zur Namensfindung hatten sich die Schüler für »Madagas-Car« entschieden. Und so ist das Gefährt nun grün und giraffengelb gestrichen, es hat Giraffenflecken aufgeklebt bekommen und einen Giraffenkopf.


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