Gymnasiasten und Kinderkantorei sorgen mit zwei Musicals für eine volle Dorfkirche. Westfalen-Blatt, 03.12.2018.

2018 1203KrippenspielWBSechstklässler des Gymnasiums schlüpfen in die Rollen der Krippenspiel-Figuren. FOTO: Sara Mattana.

Gleich zwei Musicals konnten die Weihnachtsmarktbesucher in der Dorfkirche genießen. Am Freitagabend gehörte der Altarraum den Ohrwürmern und der Kinderkantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Steinhagen. »Betlehem ist unbequem«, so der Titel ihres Musicals, das sie vor großem Publikum in der vollbesetzten Kirche spielten.

Die Weihnachtsgeschichte aus Kindersicht: Vier Kinder, die Hauptakteure des Stücks von Klaus E. Müller, finden Bethlehem total blöd, seitdem alle Welt in die Stadt strömt und es überall nur noch voll und laut ist. Die Kinder sehen aber auch Maria und Josef, die in der Herberge »Zum fröhlichen Lamm« gerade noch den Stall als Unterkunft bekommen...

Das Musical hat Kantorin Annette Petrick mit den etwa 30 jungen Sängerinnen und Sängern eingeübt. Doch auch elf Jungbläser hatten ihren Auftritt und spielten zum Auftakt des Abends »Die Glocken von Bethlehem«, »Wir sagen Euch an den lieben Advent« – dabei durfte die Gemeinde auch mitsingen – sowie »Stern über Bethlehem«.

Am Samstagnachmittag führte dann das Steinhagener Gymnasium das Theaterstück »Die Krippenfiguren« in der Dorfkirche auf. Der Unterstufenchor unter der Leitung von Beate Sehlhoff sorgte dabei, begleitet von Thomas Kuhn am Klavier, mit Stücken wie »Stern über Bethlehem« für adventliche Stimmung.

Währenddessen schlüpften die Sechstklässler aus dem Theater- und Kunststudio der Schule in die Rollen der Krippenfiguren, die in liebevoller Handarbeit hergestellt wurden und auf dem Marktplatz ausgestellt werden. Doch irgendwann haben die Figuren die Nase voll: Passanten hetzen an ihnen vorbei, denken nur an ihre Termine und Weihnachtsgeschenke und halten keine Sekunde inne, um sich an den Krippenfiguren zu erfreuen.

Grund genug für die Figuren, enttäuscht vom Marktplatz zu verschwinden. Doch kaum ist die Krippe fort, wird sie auch schon schmerzlich vermisst. Plötzlich bemerken die Passanten, dass etwas fehlt und nehmen sich die Zeit zum Nachdenken. So erinnern die Gymnasiasten auf ebenso charmante wie unterhaltsame Art daran, wie wichtig es ist, sich mitten im Weihnachts-Trubel ein wenig zu besinnen und kurz einmal innezuhalten.


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