Abwasser und Pumpen-Technik: Ist das denn mit spannenden Berufen verbunden? Ja, sagt die Firma Jung Pumpen, und lädt jedes Jahr Schüler vom Steinhagener Gymnasium zu einem Schnuppernachmittag ein. Westfalen-Blatt, 28.09.2018.

2018 0928JungPumpenWB23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe acht nahmen auf freiwilliger Basis am Schnuppernachmittag bei Jung Pumpen teil. Marco Koch, Leiter der Verkaufsförderung, (ganz hinten rechts) führte sie durch den Betrieb. FOTO: Annemarie Bluhm-Weinhold

Und auch Andreas Frerkes, Mint-Koordinator am Gymnasium, findet die seit nunmehr fast zehn Jahren bestehende Kooperation gut. »Auch am Gymnasium ist es wichtig, die verschiedenen Berufswege aufzuzeigen. Denn das Studium ist nur einer«, sagt er. Und wer könnte dafür besser geeignet sein, als die heimischen Global Player. Neben Jung Pumpen besuchen Schülergruppen auch Hörmann sowie in Gütersloh Miele.

Bei Jung Pumpen erhielten jetzt 23 Schüler der Jahrgangsstufe acht, die alle im naturwissenschaftlichen Galileo-Projekt der Schule engagiert sind, die Chance mehr über die Praxis und die Anforderungen einer technischen Ausbildung zu erfahren. Firmengeschichte, eine Führung durchs Technikum, ein Blick in die verschiedenen Abteilungen standen auf dem Programm. Bei Jung Pumpen werden in Steinhagen auch Elektromotoren noch selbst gebaut – das findet Andreas Frerkes faszinierend. »Es ist spannend. Es geht um Abwassertechnik, aber das kann man sehr sauber, sehr technisch angehen. Und Abwassertechnik bietet ja auch einen Gesundheitsaspekt.«

Auch mit Mitarbeitern aus dem Unternehmen kamen die Jugendlichen ins Gespräch. Marketingleiter Dr. Andreas Kämpf sagte: »Diese Gesprächsrunde ist hochrangig besetzt, weil wir Verantwortung übernehmen müssen, die jungen Leute zu werben. Dafür investieren wir gerne Zeit.« Stichwort Fachkräftemangel: »Wir könnten mehr Pumpen verkaufen, wenn wir mehr Fachleute im SHK-Bereich, im Sanitär-Heizung-Klima-Bereich, hätten, die sie installieren. Wir könnten natürlich zukünftig selbst einen Jung-Pumpen-Kundendienst aufbauen.«

Doch nicht nur um die handwerklichen, sondern um alle Berufe ging es beim Besuch der Gymnasiasten. Und in einigen sind auch ehemalige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums bereits tätig, die ihre Ausbildung in dem Steinhagener Unternehmen begonnen haben.


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