»Francemobil« zu Gast am Steinhagener Gymnasium.
Wie begeistert man Jugendliche für eine Sprache, die sie noch nicht kennen? Spielerisch. So jedenfalls möchte das »Francemobil« auch die Steinhagener Gymnasiasten mitnehmen in die französische Sprache. Westfalen-Blatt 14.12.2017

wb141217Grundlegendes Vokabular hielt Julian Lesieur (links) an der Tafel fest. Sonst aber brachte er die Schüler (v.l.) Marie, Marina, Paulina, Florin und Bennet eher spielerisch der französischen Sprache näher. Lehrer Arnim Nölke (hinten) freut sich über das Interesse. Foto: A. Bluhm-Weinhold

Auf Einladung von Französischlehrer Arnim Nölke war der »Francemobil«-Lektor Julian Lesieur zu Gast an der Schule. »Wir haben Glück, dass wir einen Termin beim ›Francemobil‹ bekommen haben, denn das Programm ist immer gut ausgebucht«, so Nölke.

Seit 15 Jahren gibt es die Einrichtung, die an das Institut Francais d’Allemagne angegliedert ist. Deutschlandweit, in NRW von Düsseldorf und Köln aus, machen sich die so genannten Lektoren, die Botschafter des Französischen, mit von Renault zur Verfügung gestellten Kangoos auf den Weg in die Schulen, um denen, die die Sprache noch nicht lernen, Lust darauf zu machen. Als Kulturvermittler verstehen sich die Lektoren dabei. 2002 wurde »Francemobil« von der Robert-Bosch-Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen.

In Steinhagen waren es Schülerinnen und Schüler der fünften und der siebten Klassen, die ins Französische hineinschnupperten. Denn sie müssen sich alsbald für die zweite oder dritte Fremdsprache entscheiden. Etwa die Hälfte der Steinhagener Gymnasiasten wählt nach Auskunft von Arnim Nölke Französisch, die andere Hälfte Latein. Start ist in G 8 in der sechsten Klasse. In der achten Klasse kann Französisch dann noch als dritte Fremdsprache erlernt werden – die »Konkurrenz« in diesem Fall sind das naturwissenschaftliche Galileo-Profil oder das Europa-Profil.

»Wir machen ein kleines Quiz«, kündigte Julian Lesieur der kleinen Schar Siebtklässler an. So wollte er etwa wissen, ob in Kanada Französisch gesprochen wird. Die Jugendlichen mussten zunächst verstehen, worauf er hinaus wollte – und irgendwie klappte das auch ohne Französischkenntnisse. Dann hoben sie alle den Daumen: Ja, in Kanada wird Französisch gesprochen. Richtig – und wo noch? Im Kopf gingen alle die Weltkarte durch. Danach ging es um französische Filme und so verging die erste Französischstunde wie im Flug.

Lektor Julian Lesieur ist für ein Jahr mit dem »Francemobil« unterwegs. Der 27-jährige Franzose hat nach seinem Master im Kulturmanagement bei Microsoft in Münster gearbeitet. Darüber hinaus engagiert er sich in Vereinen für den Jugendaustausch.


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