Bei »kids4kids« arbeiten Kita- und Grundschulkinder mit Gymnasiasten zusammen, Haller Kreisblatt 28.06.2017


hk280617Nadire Deniz (AWO-Kita), Laborhelfer Linus Neugebauer (Gymnasium), Physiklehrer Andreas Frerkes und Annett Tannen (AWO-Kita) mit Jaden, Max und Luk (v.li.) bei »kids 4 kids«. Foto: Hagemann

Der Magnetismus fasziniert die Kinder - und mit einer Hand voll Eisenspänen können sie seine Wirkung auf einem Blatt Papier sogar sichtbar machen. Dieses und weitere Experimente haben jetzt etwa 50 Kindergarten- und Grundschulkinder beim Projekt »kids4kids« im Steinhagener Gymnasium erlebt.


Unter diesem Titel - »Kinder für Kinder« - läuft schon seit mehreren Jahren ein Kooperationsprojekt zwischen dem jetzt gastgebenden Gymnasium, der AWO-Kindertagesstätte Rostocker Straße und der Grundschule Amshausen. »Wir möchten miteinander und voneinander lernen. Dazu besuchen wir uns regelmäßig gegenseitig und experimentieren zusammen rund um die Themen Natur, Energie und Klima. In diesem Jahr steht das Thema Magnetismus im Mittelpunkt«, erklärt Physiklehrer Andreas Frerkes.


Dazu hat das Gymnasium unter Regie der zwölf jugendlichen Laorhelfer einen kleinen Parcours aufgebaut, in dessen Rahmen die Kinder der AWO-Kita und der Grundschule Amshausen mehrere Versuche durchführen dürfen. Dabei stehen ihnen die Laborhelfer mit Rat und Tat zur Seite. Die kleine Experimentierreihe ist einfach aufgebaut, aber durchaus spannend: Laborhelferin Marie Dickeduisberg und ihre Mitschülerinnen zeigen, wie man Magnetfelder sichtbar machen kann, die Kinder lernen die Kraft von Magneten kennen und erfahren auch, dass man Elektromagneten zum Beispiel für Türklingeln oder Lautsprecher benötigt. Bei Labor-helfer Linus Neugebauer erfahren die jungen Gäste im Leiterschaukel-Experiment, wie ein stromdurchflossener Stab durch Magnetismus ausgelenkt werden kann.


Die Faszination der Kinder für die Experimente, die sie selbst durchführen können, ist das eine, der Austausch mit den älteren Gymnasiasten das andere: »Auf diese Weise können wir die Kinder prima an die Naturwissenschaften heranführen«, freut sich Andreas Frerkes über die Begeisterung seiner kleinen Gäste in der Schule. Das sieht auch Erzieherin Nadire Deniz von der AWO-Kita so: »Das Miteinander ist wichtig. Die Kleinen lernen von den Größeren, und sie kommen wunderbar miteinander klar. Ganz nebenbei lernen sie, auch künftig immer mal wieder mit anderen Schülern, Lehrern, überhaupt mit neuen Gesichtern zusammenzuarbeiten.« Und so hat auch die Bezirksregierung das Kooperationsprojekt »kids4kids« vor einiger Zeit als »Schule der Zukunft« ausgezeichnet.


Dass sich mit einem »Zauberstab« dank Magnetismus nicht nur ein besonderer Ball scheinbar schwebend dirigieren lässt, bewies Andreas Frerkes zum Ausklang dieser besonderen Stunde: Zum Dank zauberte er für die kleinen Gäste Schokolade hervor.