Startschuss: Das neue Projekt „Jung trifft Alt“ will Generationen zusammenbringen. Gestern fand ein erstes Treffen statt. Anfängliche Distanz zwischen Schülern und Senioren muss erst noch schmelzen.

Haller Kreisblatt, 15.09.2017

 


hk150917Treffen der Generationen: Schüler des Gymnasiums und Steinhagener Senioren wollen gemeinsame Projekte an den Start bringen, von denen beide Seiten profitieren. Foto: Frank Jasper

In der Vorstellungsrunde in einem Klassenraum im zweiten Stock des Gymnasiums sah man in dem ein oder anderen Schülergesicht noch Fragezeichen. Die politische Bildung vieler junger Menschen sei ausbaufähig, erfuhren die Gymnasiasten da unter anderem von der Generation 60 plus, die vor ihnen Platz genommen hatte. Auf den Plakaten hinter ihnen hatten die Schüler aufgeschrieben, wo sie ihrerseits Lücken bei den Älteren verorten. Zum Beispiel beim Whats-App-Tippen und dem Gebrauch sozialer Medien wie Snapchat. „Snap-Was?“, mag sich daraufhin manch Senior gedacht haben.

„Wir wollen eine Plattform bieten, die die Lebenswelten von Jüngeren und Älteren verbindet und Begegnungen ermöglicht“, erklärte Bianca Kersting von der Gemeindeverwaltung das Projekt, das im Rahmen des Audits »Familiengerechte Kommune« stattfindet. Wie diese Plattform künftig genutzt wird, wurde gestern beim Kennenlerntreffen ausgelotet. Die 14 teilnehmenden Gymnasiasten des achten Jahrgangs haben sich im Rahmen eines Schulangebots gemeldet, die bisher involvierten Senioren engagieren sich bereits andernorts im gesellschaftlichen Leben Steinhagens. „Sie sollen als Multiplikatoren das neue Angebot erst mal bekannt machen“, so Bianca Kersting.

Hannelore Buckenauer von der Gütersloher Tafel etwa griff das Smartphone-Thema direkt auf und meldete Interesse an. Sie dürfte nicht die einzige Steinhagenerin sein, die zwischen Facebook, Youtube, Twitter und Co. noch Nachholbedarf hat. Was liegt da näher, als junge Leute zu Rate zu ziehen, die mit den neuen Informationsmedien aufwachsen und versiert mit ihnen umgehen? „Wir erklären ihnen alles, was sie über das Smartphone wissen wollen“, stand darum auf einem der Plakate.

Denkbar sind aber auch kreative Angebote. Generationsübergreifend kann gemalt, gekocht oder gespielt werden. Entsprechend sollen sich Gruppen bilden. Angedacht ist ferner ein gemeinsames Redaktionsteam für die Hauszeitung »Flüstertüte« des Altenzentrums Matthias-Claudius-Haus. Finden sich genügend Interessierte, um – wie eingangs erwähnt – über Politik zu plaudern, dann hat auch diese Gruppe ihre Berechtigung. Beide Seiten sollen profitieren.

Im Matthias-Claudius-Haus an der Apfelstraße wollen Jüngere und Ältere künftig jeweils donnerstags von 14.10 bis 15.30 Uhr zusammenkommen. Wer Interesse am Projekt »Jung trifft Alt« hat, kann mit Bianca Kersting Kontakt aufnehmen über (0 52 04) 99 72 09 oder über die E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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