Schul-Kooperation erleichtert Übergang

Wenn Schüler von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule wechseln, soll der Übergang möglichst »bruchlos« verlaufen, wie es Annette Hellmann, Leiterin der Grundschule Amshausen, ausdrückt. Dafür haben die Schulen in der Gemeinde jetzt den »Kooperationsvertrag der Steinhagener Schulen im Netzwerk Zukunftsschulen NRW« unterzeichnet.Westfalen-Blatt 20.05.2016

wb200516Vertraglich besiegelt: Steinhagens Schulleiter und Lehrer möchten Schüler beim Wechsel in die fünfte Klasse unterstützen. Von links: Josef Scheele-von Alven (Steinhagener Gymnasium), Bettina Winkelbach, Bettina Stieghorst (beide Steinhagener Gymnasium), Susanne Kordes (Grundschule Brockhagen), Annette Hellmann (Grundschule Amshausen), Sybille Hageresch (Grundschule Laukshof) und Frank Kahrau (Steinhagener Realschule).

Wenn Schüler von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule wechseln, soll der Übergang möglichst »bruchlos« verlaufen, wie es Annette Hellmann, Leiterin der Grundschule Amshausen, ausdrückt. Dafür haben die Schulen in der Gemeinde jetzt den »Kooperationsvertrag der Steinhagener Schulen im Netzwerk Zukunftsschulen NRW« unterzeichnet.

Damit möchten die Grundschulen noch enger mit den weiterführenden Schulen zusammenarbeiten. »Ebenso wie der Übergang von der Kindertages-stätte in die Grundschule ist der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schulform eine empfindliche Phase in der Entwicklung des Kindes«, weiß Annette Hellmann. »Für die große Mehrzahl von Grundschülern verläuft der Schulwechsel ohne Probleme. Das Zeugnis und die Grundschulempfehlung enthalten hinreichende Aussagen, die der weiterführenden Schule als Orientierung genügen.« Doch die enge Begleitung einzelner Kinder in der Grundschule solle durch den Schulwechsel nicht unterbrochen werden. »Die bruchlose Bewältigung dieses neuen Entwicklungsschrittes durch das Kind ist eine günstige Voraussetzung für erfolgreiches Weiterlernen«, betont sie.

Die Grundschule Amshausen, das Steinhagener Gymnasium und die Realschule Steinhagen gründeten daher das »Netzwerk Zukunftsschulen NRW« und unterzeichneten im Juni 2014 einen Vertrag zur Erprobung engerer Zusammenarbeit in der Phase des Schulwechsels. Dieser wurde jetzt erweitert. Er legt unter anderem die Vorstellung der Arbeitsweisen der Schulformen fest, die Abstimmung über Lerninhalte, Begleitung und Kennenlernen der Viertklässler vor dem Schulwechsel durch künftige Lehrkräfte der weiterführenden Schulen, außerdem Übergabegespräche zwischen »abgeben-den« und künftigen Klassenlehrern. »Im ersten Halbjahr an der neuen Schule sollen die ehemali-gen Grundschullehrkräfte die Kinder als Ansprechpartner bei großen und kleinen Sorgen begleiten«, sagt Annette Hellmann. »Grundschüler und Eltern der Abgangsklasse vier, die dieses Vorhaben kannten, sahen dem Schulwechsel erheblich entspannter entgegen als Kinder der Vorjahre — ebenso wie ehemalige und neue Lehrkräfte.«

Begleitet wurde diese Arbeit durch eine Fallstudie zur Schulentwicklung durch die Universität Bielefeld, deren Ergebnisse Mut machten, diese Kooperation auf die anderen Steinhagener Grundschulen auszuweiten.


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