Solar Cup

Solar Cup: Heimisches Unternehmen nutzt Schulwettbewerb, um Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften zu knüpfen. Im September wird sich zeigen, ob die Zusammenarbeit Früchte trägt. Haller Kreisblatt 06.07.2016

hk060716Geben Vollgas: Anja Nitz (3. von vorne, links, Ausbildungsbeauftragte) und das Hörbie-Team vom Gymnasium bereiten sich auf den Wettbewerb vor. FOTO: ENERGIE IMPULS OWL

Am 3. September geht das Team »Hörbie — ein Bobby Car gibt Vollgas« um Lehrer Wolfgang Schulte mit seinem solarbetriebenen Rennwagen beim 9. Bobby-Car-Solar-Cup an den Start. An diesem Tag treten auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld 22 ausgewählte Teams aus ganz Ostwestfalen-Lippe gegeneinander an. Nun informierte das junge Team gemeinsam mit der unterstützenden Hörmann KG Veranstalter und Sponsoren über den Stand ihres Projektes.

Das Team vom Steinhagener Gymnasium blickt zuversichtlich und motiviert in die Zukunft. „Wir wollen natürlich siegen", wünscht sich Fabian Dammeyer, „gemeinsam mit unserem Partnerunternehmen schaffen wir das bestimmt." Mitarbeiter und Auszubildende von Hörmann KG Antriebstechnik unter-stützen die Jugendlichen konstruktiv und technisch bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Region ist ein wichtiges Kriterium für die Teilnahme am Wettbewerb, denn der direkte Kontakt zu Firmen, Technologien und besonders zu den Menschen in den Betrieben ist wichtig, wenn es für die Schüler darum geht, den geeigneten Beruf zu finden.

„Junge Menschen technische Berufe erleben lassen"

Laut Anja Nitz, Ausbildungsbeauftragte bei Hörmann, sei der Zeit- und Arbeitsaufwand für das unterstützende Unternehmen zwar nicht gering, aber zum Kennenlernen zukünftiger guter Fachkräfte lohne es sich in jedem Fall: „Es ist wichtig, berufliche Perspektiven praxisnah aufzuzeigen. Bei der Herausforderung, das Bobby-Car renntauglich zu machen, können Mitarbeiter und Auszubildende die Jugendlichen gut unterstützen. Gleichzeitig er-halten sie einen direkten Ein-druck darüber, dass Hörmann spannende Ausbildungsberufe anbietet."

Die Vorteile dieser Zusammenarbeit betont auch Thomas Richter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bielefeld: „Berufsorientierung legt Fundamente und gibt Entscheidungskompetenz", sagt er. „Es geht darum, jungen Menschen die vielen Möglichkeiten der technischen Berufe erlebbar und erreichbar zu machen. Schlagworte wie Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit in Europa und gar im weltweiten Markt machen es wichtig, dass Inhalte und Aufgaben dieser Berufe im Verständnis und 'allgemeinen Bewusstsein ankommen." Darum unterstützt die Arbeitsagentur als Hauptpartner den Wettbewerb im Bereich vertiefte Berufsorientierung mit Fördermitteln.

„Die jungen Leute bringen sehr viele Kreativität mit, manchmal sind sie erstaunt, wie gut sich ihre Ideen in bestimmten Berufen umsetzen lassen. Für dieses Entdecken des richtigen Berufs müssen wir die Möglichkeit schaffen", meint Brigitte Brune von Energie Impuls OWL.