Steinhagener Gymnasiasten gewinnen zweiten Preis mit Kurzfilm

Was ist Heimat? Ist sie das eigene Bett, der Geburtsort oder das aktuelle Zuhause? Sechs Schüler der Internationalen Klasse des Steinhagener Gymnasiums haben auf diese Frage eine ganz eigene Antwort gefunden und in einem Kurzfilm festgehalten. Westfalen-Blatt 29.10.2016

 

wb291016Mit ihrem Kurzfilm zum Thema »Heimat die Jury begeistert (hinten v.l.): Behar, Fassih,« haben sie Erolind, Lehrerin Maike Johannpeter, Youssef, (vorne) Ali und Ameer. Foto: Wiebke Kade

Belohnt wurde ihre Idee jetzt mit dem zweiten Platz bei der Prämierung der besten Filme, die innerhalb der 20. Bielefelder Videoaktionswochen von Kanal 21 und der Medienwerkstatt Minden-Lübbecke zum Thema »Heimat2« gedreht und eingereicht wurden. Im Bielefelder Cinemaxx wurden alle Beiträge gezeigt. Mit dabei war auch der Film einer Steinhagener Flüchtlingsgruppe um die Ehrenamtliche Katrin Redecker (wir berichteten).

Für die Schüler der Internationalen Klasse ist die eigene Heimat besonders wichtig. Sie alle mussten ihre gewohnte Umgebung verlassen und hier in Steinhagen noch einmal von vorn beginnen. Gemeinsam mit Juri Kröker von Kanal 21 aus Bielefeld haben die sechs Jugendlichen im Oktober zu diesem Thema einen Tag lang ihren eigenen Kurzfilm gedreht. Die Protagonisten der Geschichte sind sie selbst, der Ort des Geschehens ist ihr Klassenraum Co.o5. In etwa 90 Sekunden zeigen die sechs Jungen, dass sie den anderen Klassenkameraden die Besonderheiten ihres Herkunftslandes erklären, damit ein Stück »alte« Heimat auch in ihrer »neu-en Heimat« präsent bleibt. Gemeinsam lernen sie unter anderem das arabische Alphabet kennen, begutachten die Cricketregeln und zeigen sich typische Instrumente ihres Heimatlandes.

Den Titel des Kurzfilmes hat sich Behar überlegt. Aus seiner Sicht passte der Name »Planet Co.o5« besonders gut, da sie alle aus verschiedenen Ländern kommen, sich aber gemeinsam in der Schule und vor allem auch in ihrem Klassenraum eine neue Heimat aufbauen. Der Film ist nach Meinung von. Lehrerin Maike Johannpeter genau aus diesem Grund ein gutes Beispiel für eine gelungene Gesellschaft und ein Zusammenleben verschiedener Kulturen.

Die Texte des Drehbuches haben die sechs Schüler selbst geschrieben. Das Videoequipment stellte Kanal 21 zur Verfügung. Nach einer technischen Einführung durch Juri Kröker konnten die Jungen auch das Filmen in und um ihren Klassenraum herum fast eigenständig übernehmen. »Die Schüler waren mit Begeisterung dabei«, lobte Lehrerin Maike Johannpeter das Engagement der Gruppe.


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