Steinhagener Gymnasium in das nationale Excellence-Schulnetzwerk aufgenommen

Workshop bei Porsche? Erdgeschichtlich forschen im Geopark im Odenwald? Ein Assessment-Center-Training bei der Siemens AG? Für die naturwissenschaftlich begabten Schüler des Steinhagener Gymnasiums liegen solche Projekte nun im Bereich des Möglichen.Westfalen-Blatt, 15.11.2016

Denn das Gymnasium gehört jetzt dem nationalen Excellence-Schulnetz-werk »MINT-EC« an. Dieser Zusammenschluss bietet Schülern und Lehrern von Schulen mit ausgeprägtem naturwissenschaftlichen Profil hervorragende Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schüler und Lehrer.

hk151116aStefan Binder (2.v.I.) und Andreas Frerkes (2.v.r.) nehmen die Urkunde von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und dem »MINT-EC«-Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Päd. Wolfgang

Das sei die Champions-League im MINT-Bereich, freute sich Physiklehrer und MINT-Koordinator Andreas Frerkes, der das Zertifikat gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter Stefan Binder am Wochenende in Göttingen entgegen nahm. Im Excellence-Netzwerk sind nur vier Schulen aus OWL und 267 bundesweit. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt überreichte Urkunde und Wandtafel bei der »MINT-EC«-Schulleitertagung.

 

Das Excellence-Schulnetzwerk wurde im Jahr 2000 von Arbeitgebern gegründet und steht seit 2009 unter Schirmherrschaft der Kultusminister-Konferenz (KMK). Hauptförderer sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, die Siemens-Stiftung und die bayrischen Arbeitgeberverbände (vbm bayme/vbw).

 

Um aufgenommen zu werden, müssen die Schulen im Auswahlverfahren ein sehr hohes Niveau in den MINT-Fächern, also in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik nachweisen. Da geht es nicht nur um statistische Daten wie Schülerzahlen in den MINT-Fächern oder um Leistungskurse — wo das Steinhagener Gymnasium nach Auskunft Frerkes sehr gut dasteht und beispielsweise 'sechs LK's im derzeitigen Abi-Jahrgang Q2 vorzuweisen hat: zwei in Mathe, zwei in Physik, einer in Bio, einer in Chemie.

 

Wer das Zertifikat hat, dem öffnen sich viele Türen zur naturwissenschaftlichen Bildung und zur Berufswelt. Das MINT-Camp bei Porsche nennt Andreas Frerkes als Beispiel: Dort können Schüler aus dem ganzen Bundesgebiet miteinander, aber auch mit Vertretern der Wirtschaft und von Hochschulen ins Gespräch kommen.

 

Auch für Lehrer bietet das Netz-werk Workshops und Fortbildungen an und jährlich den Austausch bei der »MINT-EC«-Schulleitertagung. Zwei Anregungen nimmt Andreas Frerkes allein von diesem Wochenende mit. Zum einen das Thema Digitalisierung, die auch am Steinhagener Gymnasium verstärkt ausgebaut werden soll. Zum anderen ein Zertifikat, das engagierten MINT-Schülern .parallel zum Abi ihre besonderen Leistungen in diesem Bereich bestätigt — und zwar von der Kultusminister-konferenz, der Hochschulrektorenkonferenz, dem Deutschen Arbeitgeberverband und dem Ingenieursverband. »Das könnte ein Pluspunkt in Bewerbungsverfahren sein«, so Frerkes.


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