Westfalen-Blatt,28.11.2015

 

Empfang im Ministerium


Steinhagener Schüler zu Gast in Berlin


Berlin 04Fachgespräch im Umweltministerium: die Steinhagener Schüler erläutern ihre Kühleinrichtung für Photovoltaikanlagen.

 

Sie haben bereits bei »Jugend forscht« gewonnen und sind in Düsseldorf von Schulministerin Sylvia Löhrmann ausgezeichnet worden. Jetzt hat das Projekt »Think cool 2.0« des Steinhagener Gymnasiums auch auf Bundesebene Beachtung gefunden.


Momme Hengstenberg, Joshua Wagner und Bastian Redecker sind mit ihrem Lehrer Andreas Frerkes zwei Tage in Berlin gewesen. Eingeladen hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit »Jugend forscht«-Preisträger aus den Bundesländern zum Sonderpreis »Klimaschutz«. Ministerin Dr. Barbara Hendricks, zeichnet damit Jungforscher aus, die sich auf besondere Weise mit konkreten Fragestellungen und Maßnahmen zum Klimaschutz befassen. Der Preis wird auf Landes und Bundesebene an herausragende Projekte vergeben. Die drei Steinhagener Gymnasiasten — der vierte im Team, Thore Leidecker, fehlte in Berlin — waren als Abordnung aus NRW in der Hauptstadt. Am Donnerstag sind die Jungforscher im Ministerium empfangen worden, wo sie unter anderem Staatssekretär Jochen Flasbarth und Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand von »Jugend forscht«, ihr Projekterläutert haben.


»Think 'cool 2.0« ist zur Steigerung des Wirkungsgrades von Photovoltaikanlagen entwickelt worden. Die vier Jugendlichen hatten die Idee, die PV-Module, die sich in der Sonne aufheizen und dabei in ihrer Leistung nachlassen, zu kühlen. Dafür haben sie das Material PCM, ein Granulat, das Wärme speichern kann, auf eine Platte gegeben und sie hinter das Modul geklebt. So bleibt dieses kühler — und bringt mehr Leistung.


Insgesamt zwei Tage waren die Preisträger in Berlin. Über das Expertengespräch hinaus absolvierten sie viel Programm inklusive gemeinsamem Abendessen und Besuch der Kältezentrale von Vattenfall. »Wir haben ganz wunderbaren Erfahrungen und eine große Portion Motivation im Gepäck«, zieht Andreas Frerkes Bilanz.