Westfalen-Blatt,05.12.2014

 

„Big Bang" kommt im Unterricht an


Physiklehrer ausgezeichnet

 

wb051214Andreas Frerkes hat einen zweiten Preis gewonnen.

 

Nicht nur seine Schüler sind, wie häufig berichtet, gut für Preise - Andreas Frerkes ist es auch. Der Physiklehrer am Steinhagener Gymnasium ist jetzt mit einem zweiten Preis beim Wettbewerb »Mint von morgen« ausgezeichnet worden. Und das hat er der amerikanischen Sitcom »Big Bang Theory« zu verdanken.

 

Die Serie ist Kult bei Jugendlichen und bietet — da die beiden Hauptdarsteller zwar etwas verpeilte, aber geniale Physiker sind —jede Menge naturwissenschaftliche Erkenntnisse, auf die man durchaus den Unterricht aufbauen kann. Andreas Frerkes tut das seit 2010 am Steinhagener Gymnasium in schöner Regelmäßigkeit.

 

Eine einfache, aber geniale Idee, die Serie als Ausgangspunkt für Diskussionen im Physikunterricht einzusetzen, urteilte die Jury des Wettbewerbs, der von der Initiative »MINT Zukunft schaffen« und der Joachim-Herz-Stiftung ausgelobt worden war. Das Thema: digitale Medien und wie sie im Unterricht einbezogen werden. 30 Lehrer und Projektteams aus ganz Deutschland beteiligten sich. Den zweiten Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist, teilt sich Andreas Frerkes mit einem Lehrer aus Freiburg und einem Projekt in Lübeck.

 

»Ich glaube, dass Filmausschnitte sehr nah an der Erfahrungswelt der Schüler sind. Sie haben Freude daran, es ist aktuell, es hat Humor. Das kann ich wunderbar in den Unterricht integrieren und so Impulse geben«, sagt Andreas Frerkes selbst. Auf der Homepage des Steinhagener Gymnasiums gibt es anlässlich der Auszeichnung einen Film über den Physiklehrer und die »Big Bang Theory«, die für ihn wie »ein Elfmeter ohne Torwart« ist: »Da kommt zu jeder Zeit an jeder Stelle Physik vor und man muss nur zugreifen.«


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