Haller Kreisblatt, 03.10.2013

Jetzt hängen Schüler in den Seilen


Unterstufen-Pausenhof des Steinhagener Gymnasiums mit neuem Spielgerät erweitert


hk031013Belastungsprobe: Fast alle Steh-, Sitz- und Hängeplätze in dem Seilgarten am Rande des Gymnasiums waren belegt, als das neue Spielgerät für die Fünft- und Sechstklässler zum Spielen frei gegeben wurde. FOTO: J. WOHLGEMUTH

 

Der Unterstufenschulhof des Steinhagener Gymnasiums ist um eine Attraktion reicher: Am Mittwoch haben die Sechstklässler das neue Spielgerät hinter der Sporthalle eingeweiht. Von der ersten Idee bis gestern ist nicht ganz ein Jahr vergangen.


Sondern nur 363 Tage, wie Bürgermeister Klaus Besser vorrechnete. Am 4. Oktober 2012 hatte er in der Klasse 5 b über Mitwirkungsgremien und Jugendparlamente für Schüler gesprochen. Dabei äußerten die Schüler, dass es am Gymnasium weniger Spielmöglichkeiten gäbe als noch an den Grundschulen, die sie noch ein halbes Jahr zuvor besucht hatten.

 

Schnell war die Idee für ein zusätzliches Spielgerät geboren. Die Kinder sammelten Unterschriften auch in den anderen zwei 5. Klassen und überreichten diese später dem Bürgermeister — verbunden mit einem Antrag auf Errichtung eines Spielgerätes am Gymnasium.


Der kam im November gerade noch rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen und die Politiker stellten 30 000 Euro dafür im Gemeindehaushalt bereit.

 

Die wurden gar nicht ganz aufgebraucht, weil auch die Annette-Schlichte-Steinhäger-Stiftung als Sponsor eingesprungen ist. Rainer Scharmann als Stiftungsvorstand bestätigte am Mittwochmittag bei der Einweihung, 20 000 Euro beisteuern zu wollen. Für die Gemeinde verbleiben Kosten in Höhe von 17 500 Euro. So teuer war der Seilgarten letztendlich — inklusive Material, Erdarbeiten und dem weichem Bodenbelag aus Holzspänen.


Bei einer weiteren Abstimmung unter den 5. Klassen hatten die Schüler auch festgelegt, dass das neue Spielgerät ein Seilgarten werden soll. Die Materialien hatten eine längere Lieferzeit, aber jetzt, kurz nach den Sommerferien, war das weitläufige Kletter-»Gerüst« im Boden installiert worden.

 

Die Schüler — inzwischen alle in der 6. Klasse — bedankten sich artig bei Bürgermeister, Sponsor und Schulleiter für das tolle Spielzeug und dafür, dass der Bürgermeister sie stets über die Fortschritte auf dem Laufenden gehalten hat. „Ein schönes Beispiel, wie man selbst etwas bewegen und erreichen kann", sagte Klaus Besser.


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