Westfalen-Blatt,30.09.2013

Große Party mit den »Blues Brothers«


Kulturtage-Premiere gelungen: Blechbläser des Gymnasiums erfreuen 400 Zuhörer mit tollem Konzert in der Mensa


wb300913bMit Hut und Sonnenbrille macht die Junior-Bigband auch optisch klar, was angesagt ist: Musik der »Blues Brothers«. Fotos: Bluhm-Weinhold

 

Essen gab es auch in der neuen Mensa — und zwar reichlich und selbst zubereitet von den Eltern. Vor allem aber spielte hier am Freitagabend die Musik. Und wie. Das Blues- und Soul-Konzert des Gymnasiums wurde zur großen Party. 400 Zuhörer klatschten im Takt der »Blues Brothers« mit.


Junior-Bigband, Swingkids und die Ehemaligen-Band, »SK 10/13« genannt — die Blechbläser vom »SteinGy« lieferten bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen der Kulturtage ein erstklassiges Konzert ab. Mit Pop ging's los: Doch »Dynamite«, fetzig gespielt, zündete nur verhalten. Dann aber wich Song um Song die ostwestfälische Zurückhaltung. Und spätestens als Physiklehrer Andreas Frerkes mit »Sweet Home Chicago« und »Everybody needs Somebody to love« den Elwood — oder Jake? — Blues gab, war das Publikum vollends aus dem Häuschen.


wb300913aEin klasse »Blues Brother«: Physiklehrer Andreas Frerkes.

 

Vor allem die jüngsten Fans lagen den Musikern förmlich zu Füßen: Direkt vor der Bühne hatten sich Kinder aus der neuen Bläserklasse niedergelassen. Noch schauen sie, im wahrsten Sinne des Wortes, auf zu den »Großen«: »Aber irgendwann will ich auch so spielen können«, hat sich Tom Hüttemann vorgenommen. Rieke Nissen hat die Bläserklasse bereits absolviert — und macht weiter. In dieser Woche hat sie die erste Probe in der Junior-Bigband.


Was man da alles lernt, das zeigten die 13- und 14-Jährigen auf der Bühne. Nicht nur Pop und Blues, selbst Heavy Metal, Metallicas »Enter Sandmann«, hatte sich Stefan Binder getraut einzuüben.


wb300913cBlues, Soul, POp und Heavy Metal: Die Swingkids sind vielseitig.

 

Die Zuhörer, locker platziert an und zwischen Stehtischen, waren hingerissen. »Die Atmosphäre ist einfach toll. Das passt zur Musik«, schwärmten Ina und Detlev Walkenhorst.


Ein Jahr lang haben die jungen Musiker das abendfüllende Programm eingeübt. Und sie bekamen viel Unterstützung — nicht nur durch Freistellung vom Unterricht während der letzten heißen Probenphase, sondern auch durch musikalische Verstärkung der Lehrer beim Auftritt. Lateinerin Sandra Brinkmann spielte ebenso mit wie Allround-Musiker Elmar Westerbarkey, Thorsten Wieking von der Musikschule oder Physiklehrer Wolfgang Schulte. Und dass sich auch 20 Ehemalige aus allen Teilen der Republik — oder sogar gerade erst aus den USA zurückgekehrt — nicht lange bitten ließen und mitmachten, das spricht für die Gemeinschaft an der Schule, die sich in der Musik ausdrückt.

 

Leckeres Fingerfood gibt es bei Judith Leidecker (li.) und Gabriela Scholten-Luchsen.

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