Haller Kreisblatt

Schüler, Eltern und Lehrer feiern das zehnjährige Bestehen des Gymnasiums mit einem fulminanten Schulfest

„Man glaubt gar nicht", befand Josef Scheele-von Alven, der Schulleiter des Gymnasiums am Samstag an-lässlich der offiziellen Eröffnung des Schulfestes, „dass es wirklich schon zehn Jahre her ist, dass wir auf der Wiese in Containern angefangen haben." Zehn Jahre - sie sind ein guter Grund zu feiern. Eine bisweilen erfolgreiche Zeit. Tolle Ergebnisse, die die 950 Mädchen und Jungen in ihren jüngsten Projekttagen erarbeitet haben. Und: „Darauf, dass man sich Steinhagen nicht mehr ohne das Gymnasium vorstellen kann." Vor allem das wunderbare Höhenfeuerwerk, das die Stationen des »SteinGy« Revue passieren ließ, war eine sehenswerte Show.

 

Faszinierende Stimmung: Hunderte Schaulustige waren gekommen, um ab 21.30 Uhr das Feuerwerk zu bestaunen. Exemplarisch wurden Stationen der vergangenen zehn Jahre des Gymnasiums betrachtet - zum Beispiel die zahlreichen Musicals, deren Melodien das Schauspiel begleiteten. Fotos: A. Heim

„Heute haben wir uns vorgenommen, mal so richtig zu schwofen", zeigte sich Oberstudiendirektor Scheele-von Alven entspannt und in bester Feierlaune. Die Rahmenbedingungen - sie hätten schließlich auch besser nicht sein können. Strahlender Sonnenschein. Ein perfekt eingespieltes Orga-Team rund um Reinhard Lauströer, Katharina Dammann, Martina Beckmann und Julia Leonard, das alles aufs Beste vorbereitet hatte. Eltern, die vor allem für das Kulinarische verantwortlich zeichneten. Und ein Programm, das sich sehen lassen konnte.

Spektakuläre Feuenve(h)rksshow: 40 Minuten lang währte die perfekt umgesetzte Inszenierung, eine Kooperation von Feuerwehr und Physik AG

Bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags sorgte die SV für angesagten Partysound. Und hatte dafür das Regiment auf der Bühne vor dem Haupteingang übernommen, auf der sich im Laufe des Samstagnachmittags neben den Darstellern des neuen Musicals »Spamalot« auch die Macher der »Klimashow«, Step-Aerobic-Tänzerinnen und eine Fotoshow präsentierten. Auch die Urkunden an die neuen Sporthelfer -sie wurden hier verliehen.

Zuvor hatten die Schüler aller Jahrgänge Gelegenheit, ihre 34 Projekte vorzustellen. Von »A« wie »Anlegen einer Streuobst-wiese« über »K« wie »Kochen international« bis »V« wie »Varusschlacht« war viel Interessantes dabei. Nadine, Katharina und Andrea etwa hatten sich das »Kino im Wandel der Zeit« genauer angeschaut - und versüßten die Präsentation ihrer Ergebnisse gleich mit frischem Popcorn.

Im Klassenraum der 5 c gab es »sinnliche Wahrnehmung« zu entdecken. „Wir haben Fühlkisten hergestellt", erkärt Julian (12). Obstsorten galt es da zu ertasten. Oder Gerüche richtig zu-zuordnen. Kakao etwa. Oder: Zitrone. „Einen Tag sind wir im »Phänomania« nach Essen gefahren", ergänzt Niklas (13). Optische Täuschungen warteten dort auf die Projektgruppe.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Bau eines Bienenhotels. Eine andere wandelte auf den Spuren der Römer, beschäftigte sich mit vorchristlichen Spielen Einige Mädchen und Jungen erfuhren etwas über die Kunst und Kultur Japans. Die Bandbreite der Projekte war enorm.

Josef Scheele-von Alven selbst saß in der Redaktion der Projektzeitung „Man lernt die Schüler von einer Seite kennen, die man sonst im Unterricht so nicht erlebt", zog er sein persönliches Fazit. „Es sind manchmal Kleinigkeiten, die die Projekttage ausmachen, die für das Schulklima ganz wichtig sind."

»Ich geh in Flammen auf«: Die Präsentation des solargetriebenen Bobbycars musste unterbrochen werden. Der Hänger hatte Feuergefangen.

Fulminanter Höhepunkt des Schulfestes war das abendliche Feuerwerk, für das die Feuerwehr mit ihrer Wasserorgel und die Physik-LK'ler der Schule zusammenarbeiteten. „Es hat alles geklappt", zeigte sich Lehrer Timo Drewitz nach der 45-minütigen Show äußerst zufrieden. 55 Zündnummern hielten sich an ihre Abfolge. Bis zu 1 000 Schuss ließen den Himmel erstrahlen. Hinzu kamen Illuminationen des Schulgebäudes — von innen und außen. „Wir haben knapp einen Kilometer Klingeldraht und Schnüre gezogen", führte Drewitz aus. Und Eltern wie Schülern ein Spektakel geboten, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Projekt »Streuobstwiese«: Hanna (vorne), Lisa und Thekla waren - neben vielen anderen - daran beteiligt.

Ausgefallenes Buffet: Leckere Köstlichkeiten aus elf Nationen hatten die Eltern der Schüler vorbereitet.

 

Projekt »Maskenbau«: Wiktoria (von links), Linda und Sophie fuhren dafür sogar ins Museum nach Köln

 

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