Westfalen Blatt

Förderverein des Steinhagener Gymnasiums feiert Geburtstag – In zehn Jahren 180000 Euro gespendet

»Der Förderverein hat viel bewegt«, kann Vorsitzende Katharina Dammann in ihrem Rückblick mit Stolz behaupten. Und deshalb darf sich der Förderverein des Steinhagener Gymnasiums zum zehnjährigen Bestehen auch mal selbst feiern. Rund 100 Gäste machten im Foyer der Schule mit.Zusammen mit der aktuellen Vorsitzenden zogen dabei die beiden Vorgänger und Gründungsmitglieder, Professor Dr. Paul Nolte (Berlin) und Thomas Kopsieker, sowie Bürgermeister Klaus Besser und Schulleiter Josef Scheele-von Alven eine Bilanz und warfen auch einen Blick in die Zukunft der Schule und des Fördervereins.

 

Blickten während der Feierstunde des Fördervereins in Vergangenheit und Zukunft ihrer Arbeit für das Gymnasium Steinhagen (von links, stehend): Josef Scheele-von Alven, Klaus Besser, Thomas Kopsieker, (sitzend) Paul Nolte und Katharina Dammann.

»Wir sind dabei«, versprach Klaus Besser, Bürgermeister und damit Vertreter des Trägers der Schule, nachdem Schulleiter Josef Scheele-von Alven im Gespräch mit ihm festgestellt hatte, dass es das Gymnasium auch in zehn Jahren als dreizügige Schule geben werde. Prognosen sagen für die kommenden zehn Jahre zwar einen Rückgang der Schülerzahlen vorher, und Klaus Besser vermutete, dass es in Zukunft weniger weiterführende Schulen als jetzt in Steinhagen geben werde. Scheele-von Alven zweifelte jedoch nicht daran, dass das Steinhagener Gymnasium trotzdem weiterhin regen Zuspruch erfahren werde. »Das Gymnasium ist in Steinhagen sehr gefragt. Der Trend, die Kinder auf ein Gymnasium zu schicken, steigt«, waren sich »Direx« und Bürgermeister einig.

Über diese Perspektive freute sich Katharina Dammann in ihrem Schlusswort und betonte, dass der Förderverein weiterhin aktiv am Entwicklungsprozess teilnehmen werde. Dass er dies bisher auf hohem Niveau getan hat, wurde in dem Interview klar, dass die erste Vorsitzende mit den beiden Gründungsmitglieder und ehemaligen Vorsitzenden Professor Dr. Paul Nolte und Thomas Kopsieker führte. Es wurde deutlich, dass der Förderverein in zehn Jahren insgesamt 180000 Euro an Spenden und Fördermitteln gesammelt und für verschiedene Aufgaben der Schule zur Verfügung gestellt hat.

Zwei Projekte traten dabei in den Vordergrund: Kurz nach Gründung des Vereins am 26. Juni 2001 entschieden sich die Mitglieder, die Instrumente für die Musikklassen (Streicher und Bläser) zu finanzieren. Hierfür wurden 70000 Euro in den Fördertopf gelegt. »Dass ich einmal die Egmont-Ouvertüre von Ludwig von Beethoven von einem Steinhagener Orchester so beeindruckend gespielt hören würde, habe ich mir bei meinem Amtsantritt vor 17 Jahren nicht träumen lassen«, lobte Klaus Besser die Leistung des Schulorchester und das Engagement des Fördervereins. Das Orchester sorgte unter der Leitung von Elmar Westerbarkey für den musikalischen Rahmen der Feierstunde.

Das zweite große Projekt, »dass uns schlaflose Nächte gekostet hat«, war die Photovoltaikanlage, die in 2010 auf dem Dach installiert wurde. 90000 Euro hat der Förderverein inklusive Preisgelder und staatlicher Zuschüsse zusammengetragen. Katharina Dammann bedankte sich dafür bei Eltern, Privatpersonen, Banken und Firmen. Die Gäste belohnten diesen Einsatz mit herzlichem Applaus Den drei früheren und jetzigen Vorsitzenden war der Stolz über diese Aktion deutlich anzumerken.

Aber auch die Unterstützung für das Tagesgeschäft der Schule liegt dem Förderverein am Herzen: Zuschüsse zu Klassenfahrten, Bälle, Trikots, Lernsoftware, Auslandspraktika, Pong Pongs für Cheerleader und Auszeichnungen für Abiturienten standen und stehen auf dem Zettel des Fördervereins. »Das Gymnasium hat eine tolle Schülerschaft, ein engagiertes Kollegium, engagierte Eltern und einen engagierten Träger«, bedankte sich Katharina Dammann und versprach: »Wir vom Förderverein werden die Zukunft der Schule mitgestalten.« Weitere Informationen über den Förderverein unter: www.förderverein-steingy.de

Unter der Leitung von Elmar Westerbarkey sorgte das Schulorchester für den musikalischen Rahmen der Feier zum zehn-jährigen Bestehen des Fördervereins. Fotos: Frauke Brauns