Haller Kreisblatt

Gymnasiasten zeigen beim Sommerkonzert Vielseitigkeit

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum", wusste schon Philosoph Friedrich Nietzsche vor mehr als 100 Jahren. Völlig ohne Irrtümer kamen daher die rund 70 Protagonisten beim diesjährigen Sommerkonzert im Steinhagener Gymnasium aus. Angefangen bei den »Streicherklassen«, die im besten Falle seit neun Monaten mit ihren Instrumenten vertraut waren, steigerte sich das Konzert über die immer erfahreneren Musiker bis hin zu »Locofoco«, einer Camerata der »Gütersloher Philharmoniker«.

 

Bunt gemischt wie ein Symphonieorchester: Musiklehrer Elmar Westerbarkey (links) dirigiert das etwa 35-stimmige Streicherensemble

„Wir haben zielsicher den heißesten Tag des Jahres erwischt", sagte Schulleiter Josef Schlee-von Alven, als er am Dienstag das Konzert in Kooperation mit der Musikschule Gütersloh eröffnete. In dem gut geheizten Saal bewahrten die kleinen Künstler dennoch einen kühlen Kopf, was sich schon wenige Momente später dem Zuhörer offenbarte. Die 30 Schüler aus der »Streicherklasse« des fünften und sechsten Jahrgangs machten den Auftakt, und diesen, so fand zumindest Musiklehrer Michael Corßen, „machten sie wirklich sehr gut". Der Applaus des Publikums ließ daran keinen Zweifel.

Entstanden war die Idee, am Gymnasium Musikerklassen anzubieten, vor rund neun Jahren. „Da war die Schule gerade erst ein Jahr alt", erinnerte sich Corßen, der seit jeher mit den Schülern in Steinhagen zusammenarbeitet. Immer im Wechsel, so Corßen weiter, werde für die fünften und sechsten Klassen eine Musikklasse angeboten - Mal seien es Blas- und mal Streichinstrumente.

Das nun schon vierte Sommerkonzert ist von der Schulleitung und Musiklehrer Michael Corßen durch weiteres Programm ergänzt worden. So fanden sich unter den Akteuren sowohl Schüler des Gymnasiums als auch Streicher, die schon seit vielen Jahren regelmäßig zusammen Konzerte geben. „Wir wollen den jüngeren Schülern zeigen, wohin fleißiges Üben führen kann", erklärte Corßen die Ambition hinter dem gemischten Konzert.

Dennoch mussten sich die Jüngeren keinesfalls hinter ihren Vorbildern verstecken: Mit Stücken wie »Long, long ago« von Thomas Haynes Bayly oder dem »Happy Blues« von Robert S. Frost überzeugten die Schüler sowohl ihre Zuhörer als auch Musiklehrer Michael Corßen. Ebenso stolz machte diesen das Cello-Trio, bestehend aus Marie Dammann, Rebecca Przibytzin und Wiktora Bukalski. „Das war ganz große Klasse", so Corßen.

Weiter im Programm ging es über ein Kontrabass-Trio, die Streicher-AG und ein Geigenquartett hin zum großen Schulorchester, bei dem erstmals auch Blasinstrumente und eine Pauke zum Einsatz kamen. Der Steinhagener Musiklehrer Elmar Westerbarkey dirigierte das etwa 35-stimmige Orchester und entlockte ihm Stücke von Franz Liszt und Klaus Badelt, der mit der Titelmusik vom »Fluch der Karibik« für ein hohes Maß an Wiedererkennung sorgte.

Den Abschluss des Konzerts boten »Locofoco« aus Gütersloh. Mit einer fünfteiligen Symphonie von Edvard Grieg hinterließen sie beim Publikum einen bleibenden Eindruck. „Es wäre natürlich schön, wenn die Jüngeren dadurch auch zum Weitermachen motiviert werden", so Michael Corßen.


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