Haller Kreisblatt

Moderator Ben vom KI.KA feiert mit dem Gymnasium die neue Photovoltaikanlage

„Ich bin stolz auf euch, obwohl ich euch noch gar nicht kenne", sagte KI.KA-Moderator Ben im Steinhagener Gymnasium zu den Kindern und Jugendlichen, die am Dienstag eine große Umweltparty feierten. Der Grund der Party ist die neue Photovoltaikanlage, die seit Ende des vergangenen Jahres umweltfreundlichen Strom liefert und von ganz vielen Beteiligten mit viel Herzblut verwirklicht worden ist.

 

Kennt keine Berührungsängste: Moderator und Sänger Ben vom KI.KA mischte sich unter die Gymnasiasten und kritzelte eifrig Autogramme

Angefangen hat alles mit dem Kurs »Energie und Umwelt«, in dem sich Schüler unter der Leitung ihres Physiklehrers Andreas Frerkes mit der nachhaltigen Energieerzeugung auseinandersetzten. Verschiedene Projekte entstanden und für einige gab es stolze Preise. Einer der wichtigsten war der mit 5000 Euro dotierte erste Preis im Energie-sparmeister-Wettbewerb 2009.

Schnell war man sich einig, das Geld in ein Umweltvorhaben zu investieren. Mit Hilfe der Schulleitung, des Fördervereins, der Volksbank und vielen Sponsoren wurde das Projekt in die Tat umgesetzt. Träger der Anlage ist der Förderverein, der „gerne Geld für Projekte ausgibt, die die Schule allein nicht verwirklichen kann", sagte Fördervereinsvorsitzende Katharina Dammann. Zudem werfe die Anlage Gewinne ab, die dem Förderverein wieder zugutekommen.

Für die bunte Umweltparty, mit der die Einweihung der in Steinhagen größten Photovoltaikanlage gefeiert wurde, hatten die Organisatoren Moderator Ben vom Kinderkanal (KI.KA) engagiert. Er führte durch ein abwechslungsreiches Pro-gramm, bestehend aus Musik; einem Sketch, einem Film und vielen kurzen Grußworten. Schulleiter Josef Scheele-von Alven nutzte die Gelegenheit, Bürgermeister Klaus Besser im Bezug auf weitere Projekte auf den Zahn zu fühlen. Er konfrontierte das Gemeindeoberhaupt mit der Idee, die erste atomstromfreie Schule zu schaffen. Moderator Ben stellte fest, dass das Dach der Schule schon mal groß genug sei für weitere Photovoltaikanlagen.

Einer der Höhepunkte der Umweltparty war die Enthüllung der beachtlich umfangreichen Sponsorentafel. Viele Menschen hatten mit ihrer Spende die Verwirklichung der Idee erst möglich gemacht. Andreas Frerkes hatte vorsichtshalber das Wort »Danke« auf sein T-Shirt gemalt. „Damit soll sich jeder angesprochen fühlen, der geholfen hat", sagte er.

Bedienung stellt hohe CO2-Rechnung aus

Umweltsketch: Leonie Linnert, Ramona Junker, Efterpi Ntsasi und Annika Strauß thematisieren den hohen CO2-Verbrauch Foto: A. Schneider

Im Rahmenprogramm der Party ging es selbstverständlich ebenfalls um Energie und Umwelt. So stellten Leonie Linnert, Ramona Junker, Annika Strauß und Efterpi Ntsasi in einem Sketch drei Frauen dar, die sich in einem Cafe über Flugreisen und Safari-Urlaube austauschten. Als sie die Rechnung verlangten, zog die findige Serviererin Bilanz: „Das macht 20 Tonnen CO2 für die Flugreisen und sechs Tonnen CO2 für die Autofahrten", sagte sie.

In einem selbst produzierten Film setzten Schüler des Physik-Grundkurses der Jahrgangsstufe 11 sich mit so genannter schmutziger Energie und sauberer Energie auseinander. Beeindruckend war der Abspann, in dem sich Bilder von Ölpesten, Tsunamis und Autounfällen wie in Fukushima aneinanderreihten. „Der Mensch erfand Atombomben. Keine Maus käme je auf die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren", war einer von vielen geschichtsträchtigen Sätzen bedeutender Persönlichkeiten, die am Ende des Films zum Nachdenken anregten.

Für die musikalische Gestaltung der Party sorgte während des Programms das Trio »Second Composition« mit dem Steinhagener Sänger Nicolas Geipel, der mit einer wirklich außergewöhnlichen Stimme begeisterte. Während der anschließenden Party spielte die Gruppe »Jacks & Jokers«. Moderator Ben hatte zunächst wenig Gelegenheit, mit den Schülern zu feiern. Er musste unzählige jugendliche Autogrammjäger zufriedenstellen.


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