Westfalen-Blatt

Kulturwerk-Star Chenny Gan übt mit Schülern die Kunst des Improvisierens

Eigentlich ist der Konzertsaal ihr Zuhause. Doch gestern wurde der Musikraum des Gymnasiums zur Bühne von Pianistin Chenny Gan.

 

Auf neuen musikalischen Wegen: Mit viel Schwung und Enthusiasmus begeisterte Chenny Gan die Schülerinnen der Klasse 6 a zu mutigen Improvisationen auf dem Xylophon. Foto: Bluhm-Weinhold

Bevor sie am heutigen Dienstag-abend im Steinhagener Kultur-werk mit Klassik und Jazz zu hören sein wird (Beginn: 20 Uhr in der Aula des Schulzentrums), hat die Amerikanerin chinesischer Herkunft gestern Schülern des Steinhagener Gymnasiums zu einer ungewöhnlichen Unterrichts-stunde verholfen. Die promovierte Pianistin, die seit kurzem in

Deutschland lebt, ist nicht nur als Künstlerin, sondern auch als Lehrerin in Europa, Asien und Nordamerika unterwegs. Mit einer sechsten, einer siebten und einer elften Klasse übte sie gestern die Kunst der Improvisation.

»Improvisieren ist kein Chaos«, sagte sie, nachdem sich die Klasse zunächst mit Klatschen und einfachen Rhythmusinstrumenten gelockert und in Schwung gebracht hatte. »Wir legen auch Regeln fest. Die sind nur etwas freier als bei Mozart«, sagte sie. Mal musste leiser, mal lauter, mal nur auf den schwarzen Tasten des Klaviers, mal nur mit bestimmten Instrumenten gespielt werden.

Stück um Stück baute Chenny Gan das Zusammenspiel auf - und im Laufe von 45 Minuten wurde aus dem Rhythmus eine Melodie. »Improvisieren kommt im Musikunterricht sonst kaum vor«, freute sich Musiklehrerin Beate Sehlhoff über das Gastspiel. Und das soll letztlich die jungen Menschen auch auf das Kulturwerk und sein Programm neugierig machen, wie Vorstandsmitglied Adelheid Meyer-Hermann sagte.


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