Haller Kreisblatt

Steinhagener Physikschule erfolgreich beim Bobby-Car-Solar-Cup in Bielefeld

Das hat dann doch noch erstaunlich gut geklappt. Trotz technischer Probleme kurz vor dem großen Tag haben die Zehntklässler vom Steinhagener Gymnasium recht ordentlich abgeschnitten beim Bobby-Car-Solar-Cup in Bielefeld.

 

Denn eine der drei Wertungen hat die von Lehrer Wolfgang Schulte betreute Gruppe gewonnen — das Geschicklichkeitsrennen. Dabei musste der Fahrer das mit einem Solarmodul verstärkte Bobby-Car durch ein Drehkreuz, enge Kurven und über eine große Wippe ins Ziel steuern. 22 Teams aus Ostwestfalen-Lippe waren am Start. Und die Steinhagener setzten sich durch.

Knapp 30 Unternehmen und deren Ingenieure betreuten die Schülergruppen bei Konzeption und Bau der Gefährte. Die neun Freiwilligen des Physikkurses am Gymnasium wurden von der Gemeindewerke Steinhagen GmbH und dem Elektronikentwicklungslabor Upmann unterstützt. Einzig das Fahrgestell, das Lenkrad und die Hupe durften nicht verändert werden. „So konnten sie ganz nebenbei auch noch die reale Arbeitswelt erkunden", sagte Brigitte Brune von der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld (WEGE), die das Turnier zusammen mit der Firma Energie Impuls OWL organisiert hatte.

Für die nötige Energie sorgte ein knapp ein Meter langes Solarmodul, das in verschiedenster Ausführung als Anhänger am Bobby-Car befestigt war. Damit erreichten die Mini-Boliden Geschwindigkeiten über 20 Stundenkilometern. Am schnellsten war das Bobby-Car des Steinhagener Gymnasiums unterwegs, das im zusätzlichen Kopf-an-Kopf-Rennen die Rekordgeschwindigkeit von 26 Stundenkilometern erreichte.

Wenn es nach Physiklehrer Wolfgang Schulte geht, dann kann die Gruppe nach den Sommerferien weiter an dem Projekt arbeiten. Dann könnten sie endlich die Elektronik wieder in Stand setzen, die zwei Tage vor dem Wettbewerb kaputtgegangen war. „Danach hatten wir das Bobby-Car nur noch auf den Standard zurückgebaut", so Schulte im Gespräch. Je nachdem, wie das Interesse der Schüler — und einer Schülerin — nach den Ferien anhält, könnte die Gruppe dann die ursprünglichen Pläne umsetzen. Und dann geht es nach Berlin, um dort bei einem größeren Bobby-Car-Rennen an den Start zu gehen.