Steinhagen erleben

König Artus ist offensichtlich weiblich, der Bart angeklebt, und die Tafelrunde tagt in Las Vegas. Ein spaßiges Musical, für das die Steinhagener Gymnasiasten aber seit langem hart arbeiten.

 

Sie haben monatelang Texte gelernt, Choreographien verinnerlicht und Musikstücke rauf und runter gespielt — zusätzlich zum sonstigen Lernstoff! Schüler, Lehrer und Eltern des Gymnasiums fiebern der Premiere von »Spamalot« entgegen. Für seine Musical-Aufführungen ist das »SteinGy« bekannt. Dem scheint die Schule jetzt noch gehörig eins draufzusetzen. »Wenn wir in diesem Jahr das zehnjährige Schulbestehen feiern, dann darf es auch beim Musical etwas ganz Besonderes sein«, findet Reinhard Lauströer, der mit einer Reihe an Kollegen die Fäden für die Proben zusammenhält. Und so inszenieren die Schüler im Herbst Monty Pythons »Spamalot« auf eine genial-skurrile Art. »Spamalot« erzählt die Geschichte von König Artus auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Unterstützt wird er von Diener Patsy und den Rittern der Tafelrunde —die er noch finden muss. Die Reise durch das Königreich wird garniert mit schrägen Einfällen: Showgirls mischen die Truppe auf, die Tafelrunde tagt in einem Casino, Ritter Lancelot entpuppt sich als Copacabana-Tänzer.

»Spamalot« der englischen Komikertruppe Monty Pathon feierte 2005 Uraufführung am Broadway. Der Titel ist an »Camelot« angelehnt und spielt mit der Doppel-Bedeutung des Wortes »Spam«; so heißt das britische Dosenfleisch, dessen Name in einem Monty-Python-Sketch 100 Mal genannt wurde und seitdem für Massen-Werbemails steht. Die Handlung orientiert sich an Monty Pythons »Die Ritter der Kokosnuss«.

»An unseren Proben sind mehr als 80 Schüler der jetzt beginnenden Jahrgangsstufen 10 bis 13 beteiligt, unterstützt von Lehrern und Eltern«, sagt Reinhard Lauströer. Auf der Bühne, in Orchester und Chor wirken Literaturkurs sowie Theater- und Musical-AG mit.

Der Countdown bis zu den Aufführungen im Oktober läuft; für den schauspielerischen wie auch für den musikalischen und den tänzerischen Part wird wöchentlich geprobt. »Wir bringen mehr als 20 Musiknummern; jedes Stück musste für uns umgeschrieben werden«, erzählt Stefan Binder, der mit Beate Sehlhoff (Chor) und Elmar Westerbarkey die musikalische Leitung hat. »Das ganze wird eine riesige Parodie, mit Marschmusik, Balladen, Fanfarenklängen bis zu Lateinamerikanischem reicht das Spektrum«, berichtet der Musiklehrer. Wie die »Bausteine« aus Schauspiel, Musik und Tanz zusammengefügt werden, wurde erstmals im März während der Probentage in der Jugendherberge in Nottuln geprobt. »Klappte prima«, erinnert sich Lauströer. Entscheidend für das gute Gelingen dieses Mammutprojektes ist, dass die Schüler bei aller Mühe auch Spaß am Stück haben. »Das ist bei Monty Python eigentlich kein Problem; der englische Humor sorgt für reichlich Lacher schon bei den Proben. Und die Schüler durften eigene Ideen und Änderungen mit einbauen«, erzählt Lauströer.

Klar, dass auch optisch alles passen soll. Der Kunstkurs aus der angehenden zehnten Jahrgangsstufe sowie Oberstufenschüler aus Literaturkurs und Theater-AG haben unter Leitung von Claudia Neuhaus Bühnenbauten, Hinter-gründe und Requisiten geschaffen, immer unterstützt von den Eltern. Und noch etwas motiviert die Gymnasiasten bei ihren Vorbereitungen: Am 18. Oktober führen sie »Spamalot« im Theater Gütersloh auf — vor großer Kulisse und hoffentlich großem Publikum.

Volker Hagemann

Aufführungen

Folgende Aufführungstermine sind für das Musical »Spamalot« geplant:

Mittwoch, 12. Oktober, 19.30 Uhr (Premiere);

Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr;

Samstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr;

Sonntag, 16. Oktober, 16 Uhr, jeweils in der Aula des Schulzentrums am Laukshof;

Dienstag, 18. Oktober, 19 Uhr, Theater Gütersloh

Karten (feste Platzreservierung) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Sekretariat des Gymnasiums, Telefon 997-351.


Siegel01

Siegel02

Siegel03

Siegel04neu