Haller Kreisblatt

Planspiel beschäftigt sich mit der weltweiten Rettung der Wälder

 

Wie agieren eigentlich Politiker auf Ebene der Vereinten Nationen? Was geschieht, wenn diese eine Resolution verabschieden und damit Entscheidungen für die gesamte Welt treffen? Was selbst viele Erwachsene nicht auf Anhieb beantworten können, ist für 25 Zehntklässler des Gymnasiums seit gestern kein Geheimnis mehr. Sie nahmen an einem Planspiel teil, bei dem sie internationale Umweltpolitik hautnah erlebten und gestalteten. 

 

ImageIn Amt und Würden: Für einen Tag wurden die 25 Jungen und Mädchen des Steinhagener Gymnasiums zu Delegierten der Vereinten Nationen und setzen sich als Sprachrohr für jeweiliges Land ein. FOTO: S. FAULHABER

Die Schülerinnen und Schüler schlüpften dabei in die Rolle von Delegierten verschiedener Länder. Mit dabei waren zum Beispiel die imaginären Länder Raminien, Rossia, Kungu, Brasul und Emarika. Natürlich durfte auch Deutland in diesem Reigen nichtfehlen.

Einen Tag lang hatten die Schüler Zeit, sich in das Thema »Waldschutz für den Erhalt der Biologischen Vielfalt« einzulesen und die eigenen Positionen herauszuarbeiten. Dabei musste natürlich jeder seine eigenen Interessen in der großen Runde vertreten. Und diese können beim Thema Naturschutz sehr weit auseinandergehen, denn ein Dritte-Welt Land, das gegen den Hunger ankämpft, gibt dem Schutz von Wäldern einen anderen Stellenwert als eine gut situierte Industrienation.

Die Gymnasiasten schlugen sich beiden Sitzungen des UNEP Rates (das Umweltprogramm der Vereinten Nationen) gar nicht so schlecht. Zwar zeigte sich schnell, welche Schüler besser vorbereitet waren und mit Engagement ihre Reden vorbereitet hatten, und wer einfach nur die Zeit totschlug, doch viele der Argumente waren gut durchdacht und die Schüler bemühten sich um eine angeregte Diskussion.

Globale Entscheidungen beeinflussen tägliches leben Die Gymnasiasten lernten an diesem Vormittag gleich in zwei Bereichen Neues kennen. Zum einen erarbeiteten sie die real existierenden Probleme des Waldsterbens weltweit durch Klimawandel und Wasser knappheit, die in der Folge zu einem Aussterben der Artenvielfalt führt.

Zum anderen lernten sie eine Ebene der Politik kennen, in der man sich normalerweise nicht bewegt. Die Jugendlichen lernten, wie und warum Entscheidungen zwischen Staaten Weltweit getroffen werden und was diese für ihr eigenes Leben bedeuten, denn zum Abschluss des Projekttages gab es noch eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten auf lokaler und individueller Ebene. Einer, der sich auf lokaler politischer Ebene gut auskennt und sein Wissen gestern gern an die Gymnasiasten weitergab, war Bürgermeister Klaus Besser. Er stellte sich den interessierten Fragen, so dass schnell ein Gespräch entstand.