Westfalen-Blatt

Gymnasium für Modellprojekt ausgewählt 

 

Ganztag im Praxistext: Das Steinhagener Gymnasium nimmt am Modellprojekt »Ganz In« teil. 

 

30 Gymnasien in NRW werden ihr schulisches Angebot auf Ganztagsbetrieb umstellen, neu ausrichten und profilieren. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator, des Instituts für Schulentwicklungsfor schung Dortmund und des Schulministeriums. Die Projektpartner stellen insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung.

»Davon bekommen wir fünf Lehrerstunden und 5000 Euro pro Jahr für Sachmittel«, sagt Josef Scheele von Alven. Der Leiter des Steinhagener Gymnasiums hält den Ansatz für anspruchsvoll: »Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt und mit viel Geld ausgestattet.« Im Kern gehe es darum, Konzepte und Lösungen für den Ganztagsbetrieb im Schulalltag umzusetzen. »Das geht von der individuellen Förderung bis zur Hausaufgabenbetreuung«, so Josef Scheele von Alven.

Neben dem Steinhagener Gymnasium sind noch vier Schulen aus Ostwestfalen Lippe bei »Ganz In« dabei: das Max-Planck Gymnasium in Bielefeld, das Marianne-Weber Gymnasium in Lemgo, das Ratsgymnasium der Stadt Minden und das Einstein-Gymnasium in Rheda. Die 30 Gymnasien sind Teil der Ganztagsoffensive der Landesregierung, in der in diesem und im nächsten Schuljahr 115 Gymnasien beginnen. Als Modellschulen werden sie erstmals mit wissenschaftlicher Begleitung Unterrichts und Organisationsmodule konzipieren, die in den Modellschulen eingeführt und später den anderen Gymnasien zur Verfügung gestellt werden.

 

MERCATOR

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können.