Westfalen-Blatt

950 Schüler des Steinhagener Gymnasiums erhalten neue Ausweiskarten 

 

Auf den neuen Schülerausweis, den auch Lehrer erhalten, lässt Josef Scheele von Alven nichts kommen. »Ich finde es sehr charmant, dass man mich fünf Jahre jünger gemacht hat«, sagte der Leiter des Steinhagener Gymnasiums bei der Vorstellung der neuen Ausweise im EC Karten Stil. 

 

ImageStellen den neuen Schülerausweis vor, der auch für Lehrer gilt (hintere Reihe von links): Henning Gillrath, Josef Scheele von Alven, Wolfgang Buse sowie Jean Philippe Georgi und (vorne von links) Valentin Niediek, Marleen Gosejohann und Robin Hermjakob. Foto: Andreas Schnadwinkel

Dass die 950 Schüler nun laminierte PVC Karten bekommen, ist der Volksbank und dem Förderverein des Gymnasiums zu verdanken. »Wir haben 1400 Euro gespendet«, sagte Wolfgang Buse. Der Leiter der Volksbank Steinhagen war überzeugt von der Idee, die Jean Philippe Georgi ihm vor »Das Geld zwei Jahren präsentierte. Heute ist der damalige Schüler Auszubildender in der und hat das Projekt weiter begleitet. »Das Geld der Volksbank und des Fördervereins war entscheidend für die Anschaffung des Druckers, mit dem wir die Karten herstellen. Die Eltern zahlen nur zwei Euro dazu«, erklärt Georgi und ist froh, seinen alten Papierausweis nur noch aus nostalgischen Gründen hervorholen zu müssen: »Der ist sicher mehr einmal mit in der Wäsche gelandet.« Gemeinsam mit dem Mediengestalter Alexander Rigatuso aus Heilbronn hat er den Ausweis entworfen.

Josef Scheele von Alven hatte schon länger über ein Medium nachgedacht, das die elektronische Datenverarbeitung unterstützt. »Mit dem einzulesenden Barcode auf der Schülerausweiskarte können wir nun die Buchausleihe elektronisch organisieren. Und der nächste Schritt wird die Essensverwaltung in der Schuhpensa sein. Ich denke, mit der Karte sparen wir Personal und Aufwand«, so der Schulleiter. Der Aufwand für die Herstellung der Ausweise im Scheckkartenformat sei allerdings enorm gewesen: »Jeden, Schüler mussten wir fotografieren. Das war nicht ohne.«

Bevor mit dem elektronischen Ausweis das Mittagessen in der Mensa bestellt wird, dient die Karte erst einmal der Verwaltung der Bibliothek. »Auch hier eröffnen sich neue Möglichkeiten. Durch die elektronische Erfassung werden wir weniger Schwund bei den ausgeliehenen Büchern haben«, sagte der Direktor des Steinhagener Gymnasiums, der vor einem Jahr Henning Gillrath beauftragt hatte, die Idee in die Tat umzusetzen. Der lange Vorlauf war nötig, der Aufwand groß. Die Elftklässler Robin Hermjakob, Marleen Gosejohann und Valentin Niediek halfen in den Pausen, Freistunden und in ihrer Freizeit mit, die Daten einzugeben und die neuen Ausweise zu drucken.

»Unsere Rechner sind mit dem Netz der Gemeinde verbunden und nun auch die Bibliotheken. Denn unsere Mediothek ist eine Zweigstelle der Gemeindebibliothek. Jetzt kann man in beiden Katalogen sehen, welche Titel vorhanden oder ausgeliehen sind«, nennt der Lehrer einen wichtigen Vorteil.

Noch sei es aber nicht möglich, sich mit der neuen Karte in der Gemeindebibliothek Bücher zu ho len. »Das liegt daran, dass die Ausweise unterschiedlich lange Kennziffern haben. Wir arbeiten daran, das zu harmonisieren«, erklärt Henning Gillrath. Für die nächste Generation der Schüler ausweise, die drei Jahre gültig und statt mit NRW Wappen mit dem Siegel des Gymnasiums amtlich bedruckt sind, ist eine englischsprachige Version auf der Rückseite vorgesehen.