Haller Kreisblatt 

Josef Scheele-von Alven und Christa Wille-Möller bereiten sich auf die Schulleitung am neuen Steinhagener Gymnasium vor



hk030101Steinhagen (nic). Der erste Spatenstichist zwar noch nicht getan, aber zum Schuljahresbeginn 2001 / 2002 soll das Stein­hagener Gymnasium seinen Betrieb aufnehmen - und so stellte Bürgermeister Klaus Besser gestern Morgen bereits die Schulleiter des neuen Gymnasiums vor: den neuen Rektor Josef Scheele-von Alven aus Bielefeld und die Konrektorin Christa Wille-Möller aus Halle. Im Zuge eines Pressegespräches berichteten die beiden Pädagogen über ihre Person (siehe auch Extra­ Kästen) und verrieten einiges über ihre Hoffnungen und Vorstellungen, die sie mit dem Wechsel an die neue Schule verbinden.

"Eine solche attraktive Aufgabe gibt es nur sehr selten, hob Josef Scheele-von Alven gleich zu Beginn des Gesprächs hervor. „Schließlich gibt es nur sehr wenige Neugründungen von Gymnasien. Umso interessanter ist es, einen solchen Neuanfang mitzugestalten: Hier gibt es keine eingefahrenen Strukturen..." Und auch Christa Wille-Möller unterstrich, dass die neue Schule am Wohnort unbedingt ein Stück Lebensraum darstellen müsse. „Außerdem wünsche ich mir viele attraktive Arbeitsgemeinschaften - beispielsweise im musikalischen Bereich. Natürlich sollte sich das Gymnasium am Leben in der Gemeinde beteiligen und in engem Kontakt zu Vereinen und Verbänden stehen."
Einig sind sich Rektor und Konrektorin bereits in der Frage des Namens: Die neue Schule soll »Steinhagener Gymnasium« heißen. „Ein programmatischer Name, der am besten ausdrückt. dass es sich hier um eine Schule der Steinhagener handelt", erklärte Scheele-von Alven. „Hier besteht einfach ein besonderes Verhältnis zum Schulträger, es ist das einzige Gymnasium am Ort." Lediglich das Logo muss noch (weiter-) entwickelt werden. Christa Wille-Möller beispielsweise würde sich wünschen, dass sich der Rundbau, den übrigens beide Schulleiter als „genial, bestechend und ökologisch sinnvoll" bezeichnen, wiederfinden würde.
Doch auch darüber hinaus kommt auf die beiden bis zum Schulstart am 20. August noch jede Menge Arbeit zu: Da gibt es Informationsabende für Eltern, auch muss der Stundenplan erstellt werden - und das ist gar nicht so einfach. So wissen Josef Scheele-von Alven und Christa Wille-Möller natürlich noch nicht, welche Fächerkombinationen die beiden Kollegen haben, die mit ihnen im ersten Schuljahr das gesamte Lehrerkollegium bilden werden! „Vielleicht müssen wir teilweise zunächst fachfremd unterrichten, vielleicht in den ersten beiden Jahrgängen Fächer wie Geschichte und Erdkunde tauschen und außerdem benötigen wir Hilfe von Kollegen aus Halle oder Bielefeld. Aber das Interesse ist sehr groß", betonte Scheele-von Alven - obwohl zunächst in Pavillons unterrichtet wird, die einen Platz nahe des Hallenbades finden werden. 
     
ZUR PERSON.   
Josef Scheele-von Alven
Der neue Rektor des Steinhagener Gymnasiums wurde am.25. Juni 1953 in Vechta geboren, wohnt heute jedoch mit seiner Ehefrau Gisela von Alven, stellvertretende Schulleiterin am Max-Planck-Gymnasium Bielefeld, und der zehnjährigen Tochter in Bielefeld. Nach dem Abitur studierte Josef Scheele-von Alven an der Universität in Marburg Germanistik und Politikwissenschaften, später erweiterte er seine Studien nach um das Fach Geschichte. Das Studium schloss er letztlich an der Universität in Bielefeld ab: Später legte der Pädagoge noch eine Erweiterungsprüfung zur ersten Philologischen Staatsprüfung im Fach Informatik ab. Zwischen 1980 und 1986 unterrichte Scheele-von Alven am Brackweder Gymnasium, zwischen 1986 und 1996 am Helmholtz-Gymnasium, ehe er 1996 wieder zum Brackweder Gymnasium wechselte - dieses Mal jedoch als stellvertretender Schulleiter eines voll ausgebauten Gymnasiums mit mehr als 360 Schülerinnen und Schülern.

Christa Wille-Möller
Christa Wille-Möller wurde im Dezember 1953 in Bielefeld geboren und hat mit ihrem Ehemann Lothar Möller, Lehrer am Kreisgymnasium in Halle, zwei erwachsene Kinder - eine 22-jährige Tochter und einen 20-jährigen Sohn. Nach ihrer Schulzeit in Bielefeld studierte Christa Wille-Möller an der Musikhochschule in Detmold; später nahm sie noch das Fach Deutsch hinzu; das sie in Hamburg und Bielefeld studierte. Ihre Referendarzeit absolvierte sie am Städtischen Gymnasium in Gütersloh, wo sie nach dem zweiten Staatsexamen noch zwei Jahre lang unterrichtete: Weitere zwölf Jahre war Christa Wille-Möller am Ratsgymnasium in Bielefeld sowie zuletzt am Gymnasium am Waldhof tätig. Besondere Schwerpunkte ihrer Arbeit lagen auf den Bereichen Erprobungsstufe und Elternberatung, außerdem war die Pädagogin oft Klassenlehrerin. Gerne arbeitet Christa Wille-Möller auch projektorientiert und fächerübergreifend. nic

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