Europaschule — Was ist das?

Was zeichnet eine Europaschule aus? Wie und wo im Schulleben profitieren die Schülerinnen und Schüler da­von, dass wir Europaschule sind? Gerade in den Zeiten der Krise und des Zweifels tragen Europaschulen wesentlich zur Stärkung des europäischen Gedankens innerhalb und außerhalb des Unterrichts bei. Sie fördern nicht nur sprachliche und interkulturelle Kompetenz, sondern auch Europa-Wissen, indem sie ei­nen besonderen Blick auf europäische Geschichte, den europäischen Integrationsprozess und den Stellenwert Europas im Alltag der dort lebenden Menschen richten. Europaschulen bereiten die jungen Menschen auf das Europa des 21. Jahrhunderts vor, ermöglichen ihnen man­nigfache Begegnungen mit Einblicken in die Kultur, das Leben in den Partnerländern, wecken Verständnis für An­dersartigkeit und entdecken viele Gemeinsamkeiten und prägen vor allem auch den Sinn für das Sprachenlernen und die Überwindung von Sprachbarrieren. Dies alles ge­schieht in vielfältiger Form innerhalb und außerhalb unse­res Unterrichts. Das Steinhagener Gymnasium gehört zur „ersten Generation" der Europaschulen in NRW, wurde im Frühjahr 2009 offiziell vom Schulministerium zertifiziert und zählt seitdem zu den inzwischen mehr als 210 Europa­schulen des Landes.

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Das Baukastenkonzept: Europamodule

Europaschule sein und nachhaltig erleben - das bedeutet bei uns aktuell:

  • Bewährte Austauschprogramme und Email-Kontakte mit Partnerschulen in Frankreich (Villeparisis in der Nähe von Paris), England (Hexham in der Nähe von Newcastle) und den Niederlanden (Woerden, Partnerstadt von Steinhagen) sowie eine Stu­dienfahrt nach Italien (mit Besuch der Steinhagener Part­nergemeinde Fivizzano)
  • Teilnahme am Brigitte-Sauzay-Programm zur Förderung des individuellen deutsch-französischen Schüleraustausches über jeweils zwei bis drei Monate
  • Teilnahme an einem EU-geförderten Schulpartnerschaftsprojekt im Rahmen von „Erasmus plus“, bei dem sich Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen EU-Ländern zu Arbeitstreffen gegenseitig besuchen
  • Ermöglichung von berufsorientierten Praktika für unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler (z.B. in England)
  • Ein weiterer Austausch mit Lettland ist aktuell in Vorbereitung
  • Bilingualer Zweig mit Sachfachunterricht in Erd­kunde, Geschichte und Biologie in englischer Spra­che mit Zielrichtung „bilinguales Abitur" (C1-Zertifikat), das europa­weit einen leichteren Zugang zu vielen Hochschulen und Unternehmen ermöglicht
  • Ermöglichung des Erwerbs des international anerkannten Sprachdiploms DELF für das Fach Französisch
  • Einbindung von Fremdsprachen - Assistentinnen und Assistenten in unseren Unterricht in den moder­nen Fremdsprachen
  • Erweitertes Fremdsprachenangebot: Spanisch in der Oberstufe, Vertiefungskurse Englisch und Französisch in Vorbereitung von Austauschen und Sprachdiplomen
  • Durchführung von Projekttagen (Europa-Projekttag in Verbindung mit der Europawoche im Mai jeden Jahres; deutsch-französischer Projekttag)
  • Teilnahme an europäischen „etwinning"-Projekten, in denen Lerngruppen aus mindestens zwei EU-Ländern via In­ternet über einen bestimmten Zeitraum gemeinsam an einem Projekt arbeiten
  • Möglichkeit der Teilnahme an europäisch-orientierten Energie- und Umwelt-Projekten „Keep an eye on energy"
  • ...und angekoppelt an unser Europaprofil: Der GAPP - Austausch (German-American-Partnership-Programme, Partnerschaft  mit der O. Smith High School in Storrs, Connecticut)

Meine Eintrittskarte

Wie kann ich meine „Eintrittskarte nach Europa" lösen?

Die Module sind in der Regel freiwillige Schulveran­staltungen oder im Wahlpflichtbereich angesiedelt. Wer einen Europa-Schwerpunkt bilden möchte, meldet sich dafür an, z.B. wählt er in der 8. und 9. Jahrgangsstufe im Wahlpflichtbereich II das Europaprofil oder bewirbt sich um ein Auslandspraktikum in der Oberstufe am Ende des 11 Jahrgangs.

Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl gibt es dann, wenn es mehr Interessentinnen und Interessenten an einem Modul gibt, als Plätze zur Verfügung stehen. Wie wird nun entschieden, wenn es mehr Interessenten an einem Modul gibt, als Plätze zur Verfügung stehen? Das ist unterschiedlich. Teilweise richten sich die Module an besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, wie z.B. der bilinguale Zweig. Hier entscheiden die Fach­lehrer nach einer intensiven Beratung der Eltern und die Schülerin oder der Schüler belegt dann diesen Bildungs­gang von der zweiten Hälfte der 5. Jahrgangsstufe an. Bei Austauschmaßnahmen haben wir ein Interesse daran, dass die Schule und unser Land gut im Ausland vertreten werden. In einigen Situationen entscheidet das Los. Sollte sich z.B. bei Europa-Projekten herausstellen, dass die Part­nerschule bei einem Austausch weniger Schülerinnen und Schüler aufneh­men kann, wird das Los gezogen. In der Vergangenheit haben wir uns immer bemüht, die Angebote auszuwei­ten, wenn ein großes Interesse daran bestand. Bisher ist es gelungen, dass die Schülerinnen und Schüler mindes­tens an einem, meistens an mehreren Auslandsprogrammen teilnehmen konnten.

Natürlich kann ich auch verschiedene Angebote kombi­nieren, z.B. den bilingualen Zweig und das Europaprofil im Wahlpflichtbereich II der Jahrgangsstufen 8 und 9. Der bilinguale Zweig kann unabhängig davon gewählt wer­den, ob Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache gewählt wird.

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