BiLi bringt’s ... auch in der Oberstufe!

Bilingualer Unterricht – ein Erfolgsmodell zur Förderung und Ausprägung fremdsprachlicher, interkultureller und sachfachlicher Kompetenzen

1. Bilingualer Bildungsgang
Der bilinguale Bildungsgang vermittelt über den gesamten gymnasialen Bildungsgang hinweg vertiefte Kompetenzen in einer Fremdsprache (Englisch) und fördert angewandte Mehrsprachigkeit in unterschiedlichen, in dieser Fremdsprache unterrichteten Sachfächern (am Steinhagener Gymnasium ab Jahrgang 7 Erdkunde und Geschichte, in Jahrgang 9 zusätzlich Biologie). Er beginnt in der Sekundarstufe I und wird in der gymnasialen Oberstufe fortgesetzt. Diese Möglichkeit eröffnet sich auch für Realschüler und Realschülerinnen, die durchgängig den bilingualen Unterricht an ihrer Schule wahrgenommen haben.

In der Einführungsphase (EF/Jg.10) werden neben der Fremdsprache zwei Sachfächer dieser Fremdsprache belegt. Ab der Qualifikationsphase (Q1 und Q2/Jg.11/12) wird die Partnersprache als Leistungskurs gewählt und ein bilinguales Sachfach durchgehend bis zum Abitur als schriftlicher Grundkurs belegt. Dieser ist 3. oder 4. Fach der Abiturprüfung. Die Abiturprüfung wird – wie die regulären Klausuren in der Einführungs- und Qualifikationsphase – in der Fremdsprache abgelegt. Die fachlichen Anforderungen orientieren sich immer an den Lehrplänen des Sachfaches; die fremdsprachlichen Leistungen werden im Rahmen der (sprachlichen) Darstellungsleistung berücksichtigt.

Da der bilinguale Sachfachunterricht in der Sprache erfolgt, die auch als Leistungskurs belegt wird, kann er zwar Pflichtbelegungen im jeweiligen Sachfach (z.B. Geschichte, Erdkunde, Biologie) abdecken, nicht jedoch in der Fremdsprache. Sollte ein fremdsprachlicher Schwerpunkt gemäß § 11 Abs. 5 APO-GOSt gewählt werden, so ist dieser also durch Belegung einer weiteren, anderen Fremdsprache gemäß § 11 Abs. 5 APO-GOSt gewählt werden, so ist dieser also durch Belegung einer weiteren, anderen Fremdsprache als Grund- oder Leistungskurs zu erfüllen. Das Abiturzeugnis enthält einen besonderen Vermerk zur Belegung des bilingualen Bildungsgangs.

2. Durchgehender bilingualer Unterricht in einem Sachfach
Dieses Angebot im Rahmen der Grundkurse fördert die angewandte Mehrsprachigkeit und richtet sich vornehmlich, aber nicht ausschließlich, an Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keinen bilingualen Bildungsgang besucht haben, aber durchgehenden bilingualen Sachfachunterricht in der gymnasialen Oberstufe besuchen möchten. Partnersprache kann grundsätzlich jede aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache sein. Allerdings sollte bei Schülerinnen und Schülern, für die diese Sprache die dritte Fremdsprache ab Klasse 8 ist, sehr sorgfältig geprüft werden, ob ausreichende Kenntnisse in dieser Fremdsprache vorliegen. Andernfalls muss von der Belegung dringend abgeraten werden. Bilingualer Unterricht deckt Belegungsverpflichtungen im jeweiligen Sachfach ab und kann auch Belegungsverpflichtungen in einer weiteren Fremdsprache abdecken, sofern eine andere Fremdsprache als Grund- oder Leistungskurs belegt wird.


Demnach
a) muss neben einem bilingualen Sachfach auf jeden Fall eine Fremdsprache als Grundkurs oder Leistungskurs belegt werden und
b) kann ein fremdsprachlicher Schwerpunkt (gemäß § 11 Abs. 5 APO-GOSt)
durch ein bilinguales Sachfach nur dann abgedeckt werden, wenn eine andere Fremdsprache als Grundkurs wird.

Schülerinnen und Schüler, für die die Fremdsprache ab Klasse 8 die zweite Fremdsprache ist (trifft i.d.R. nur auf Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und Realschule zu), haben erst am Ende der Einführungsphase die Pflichtbelegung in der zweiten Fremdsprache erfüllt. Diese Belegungsverpflichtung kann nicht durch bilingualen Sachfachunterricht in dieser Sprache erfüllt werden.

Das bilinguale Sachfach kann als drittes oder viertes Abiturfach gewählt werden. Die Sprache der Abiturprüfung ist die Fremdsprache.

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