Vor dem Rathaus war die britische Flagge gehisst, und Bürgermeisterin Sarah Süß begrüßte ihre vorwiegend jungen Besucherinnen und Besucher mit einem herzlichen „Welcome“. 18 junge Engländerinnen und Engländer sind derzeit, begleitet von Lehrerin Lindsay Bevan und deren Sohn Max Bevan, als Gastschülerinnen und -schüler am Steinhagener Gymnasium. Westfalen-Blatt, 05.05.2022.

2022 0505 EnglandaustauschWB18 Jugendliche aus Hexham und ihre Lehrerin Lindsay Bevan (2. v.r.) sowie Steingy-Lehrerin Maike Pieper (links) statten Bürgermeisterin Sarah Süß einen Besuch ab. FOTO: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die 15- bis 16-Jährigen, die erst seit einem Jahr Deutsch lernen, sind bei Steinhagener Gymnasiasten aus den Klassen neun und zehn untergebracht. Sie lernen das Gymnasium kennen und nehmen am Unterricht teil. Aber sie gewinnen in der Woche auch einen größeren Blick über die Schule hinaus.

Einer ihrer ersten Wege führte die Gäste aus dem nordenglischem Hexham in der Nähe von Newcastle ins Steinhagener Rathaus. Bürgermeisterin Sarah Süß gab den Gästen auf Englisch einen Überblick über die Gemeinde, angefangen bei den Zahlen und Daten bis hin zu ihren eigenen Lieblingsorten, wie dem Historischen Museum, wo Steinhagens berühmtestes Produkt, der Steinhäger, beheimatet ist oder dem Bürgerpark. Und Sarah Süß hatte auch Fragen an die Schülerinnen und Schüler: Wie ist der erste Eindruck von Steinhagen? Und wie ist es eigentlich mit dem Brexit?

Einen langen Tag haben die Gäste in der Hauptstadt Berlin verbracht: Regierungsviertel, Stelenfeld, Unter den Linden, Tränenpalast und was noch zu Fuß erreichbar ist, szand auf dem Programm Auch die Großstadt vor der Haustür, Bielefeld, ist Ziel der Jugendlichen. Freitag ist noch einmal ein Schultag, der als Europatag gestaltet wird.

„Erstmals ist wegen der neu aufgestellten Flugpläne auch das Wochenende im Besuchsprogramm. Das bleibt aber den Gastfamilien überlassen“, so Lehrerin Maike Pieper, die die Partnerschaft mit England betreut. Zwei Jahre lang war wegen der Pandemie der Austausch unterbrochen, dann waren kleinere Herausforderungen zu meistern, so dass der ursprünglich geplante Termin im Oktober nicht klappte. So gelten britische Kinder mit einer Impfung als vollständig geimpft, durften aber nicht einreisen. „Und nun sind wir übernächste Woche schon zum Gegenbesuch in England“, so Maike Pieper.


Siegel01

Siegel02

Siegel03

Siegel04neu