Westfalenblatt 22.02.21 - Dritte Plätze für Teilnehmerinnen des Gymnasiums bei Regionalwettbewerb "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren"

Vier Schülerinnen des Steinhagener Gymnasiums haben am Wochenende mit Erfolg an den Regionalentscheiden für „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ teilgenommen. Auf der Basis einer intensiven Vorbereitung konnten beide Teams des Steinhagener Gymnasiums am Samstag ihre Projekte im Rahmen von Videokonferenzen den jeweiligen Fachjuroren aus den Bereichen Technik und Biologie erfolgreich präsentieren, berichtet Andreas Frerkes, MINT- und Digital-Koordinator am „SteinGy“.

Die Jungforscherinnen waren unter den besonderen Umständen stolz und glücklich, zum Gelingen des Wettbewerbes unter besonderen Umständen beigetragen zu haben. Sie durften sich zudem über einen 3. Preis im Fachbereich „Jugend forscht – Biologie“ (Kim Brinkmann und Lisa Rahe) und ebenfalls über einen 3. Preis im Fachbereich „Schüler experimentieren – Technik“ freuen. Darüber hinaus erhielten Michelle Immel und Finja Diestelkamp noch ein Zeitschriften-Jahres-Abo „Make – Kreativ mit Technik“.

Mit weiblicher Beteiligung und zwei Projektgruppen war das Steinhagener Gymnasium dabei. „Wie sind Smart-Home-Systeme aufgebaut?“ Das war die Ausgangsfrage der beiden Achtklässlerinnen Finja Diestelkamp und Michelle Immel für ihr Projekt in der Kategorie „Schüler experimentieren“. Dazu haben sie die allwissende und alleskönnende Amazon Alexa genau studiert, zentrale Steuereinheiten wie Ikea Gateway und Philips Hue Bridge auseinandergenommen und schließlich ihr eigenes Funksensor System gebaut: „Whaams“, eine Abkürzung aus: Wireless Home Adventure Activity Management System (Kabelloses Haus Erlebnis Aktivitäts Steuerungssystem). „Whaams“ kann Beleuchtung steuern und Fenster öffnen.

Die Q1-Schülerinnen Lisa Marie Rahe und Kim Jule Brinkmann nehmen ihre neurobiologischen Studien zur Hirnforschung, die sie für „Jugend forscht“ angestellt haben, auch mit in ihr Abitur in diesem Frühjahr. Am Steinhagener Gymnasium als MINT-EC-Schule, also Mitglied im Exzellenz-Cluster, ist das als fünftes Abifach möglich.

„Was passiert im Gehirn während der Pubertät?“ haben sich die beiden gefragt. Zum Beispiel bildet sich in dieser Lebensphase das abstrakte Denken aus. Pubertäre denken so schnell wie Erwachsene, weil Nervenverbindungen ausgebaut werden. Die Gehirne werden leistungsfähiger, können Informationen qualitativ besser verarbeiten. Bei Kleinkindern geht es hingegen darum, dass eine große Zahl von Impulsen gesendet wird – was zählt ist also Quantität. Viel Recherche war zu leisten, aber auch empirische Arbeit, für die die beiden Mädchen räumliches Sehen etwa in den siebten und achten Klassen erforschten.

Aber: „Wir haben Corona, und alles ist anders“, sagt MINT-Koordinator Andreas Frerkes. Denn die Versuche mit der Kontrollgruppe aus der Grundschule, fielen dem Lockdown und dem Homeschooling zum Opfer. Einige Grundschüler und ihre Eltern waren dennoch bereit, die Aufgaben des Fragebogens zu Hause zu erfüllen – wenn eben auch ohne wissenschaftliche Messbarkeit durch die Projektleiterinnen.

In diesem Jahr ist eben alles anders. Auch bei „Jugend forscht“. Und das gilt ebenso für die Präsentation der Arbeiten, die am Samstag erstmals in einem virtuellen Jury-Gespräch erfolgte. Weit entfernt sind die Tage, da unzählige Projektteams in der Sparkasse Herford ihre Erfindungen live präsentierten und diese mit einer Aura von Erfindergeist erfüllten. Deshalb: „Mitmachen ist alles. Ich freue mich, dass die Vier das durchgezogen haben“, so Frerkes.

 

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Mit Teilen für ihr Smart-Home-System: Finja Diestelkamp und Michelle Immel aus der Klasse 8b.


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