Steinhagen mk „Der Klimaschutz ist ein Thema, mit dem wir uns alle beschäftigen sollten. Meine Generation will schließlich noch lange hier leben“, sagt Malte Elgeti. Er ist Schülersprecher und Mitbegründer der seit Februar existierenden „Klimagruppe“ am Steinhagener Gymnasium. Jetzt nahmen er und seine Mitschüler an der ersten digitalen „Schüler-Zukunftskonferenz“ teil.

Bei der Konferenz handelte es sich um eine Live-Schalte zwischen zehn teilnehmenden Schulen, unter ihnen eine deutsche Schule in Schanghai, und der Hauptveranstaltung in der Schulaula Bad Oeynhausen. Einen ganzen Vormittag lang wurden Ideen ausgetauscht, von eigenen Klimaschutzprojekten berichtet und Impulsvorträgen gelauscht, bei denen Experten und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse vortrugen.

Darunter auch Klimaforscher Prof. Dr. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut, der den Schülern verschiedene Klimawandel-Szenarien – Stichwort: höhere Temperaturen und ein steigender Meeresspiegel – näherbrachte. Anschließend stand der Fachmann den Schülern in sogenannten „Breakout-Rooms“ für Fragen und weitere Diskussionen zur Verfügung. „Unser Ansatz ist es, interdisziplinär zu arbeiten. Bisher läuft es sehr gut“, erklärte SV-Lehrerin Nadine Meier, die die Klimagruppe, zu der neben Schülern übrigens auch Lehrkräfte und Eltern gehören, mit ihren Kollegen Timo Drewitz und Simon Drosten betreut.

Gemeinsam lauschten sie an diesem Tag neben kreativen Ideen anderer Schülergruppen auch Lösungsvorschlägen für die Klimaproblematik: etwa der Einsatz von alternativen Energien wie Wasserstoff, die verstärkte Nutzung von Windenergie und das Fahren mit E-Autos. „Es muss aber gar nicht immer die große Maßnahme sein. Kleine Veränderungen in unserem Alltag, wie öfter das Fahrrad zu benutzen oder auf Einwegflaschen zu verzichten, können auch viel bewirken“, betont Malte Elgeti.

Dass letztere Maßnahme in der Tat viel Plastikmüll einspart, demonstriert ein großer, aus 15.000 Flaschen bestehender Müll-Würfel im Foyer des Gymnasiums. Eine Aktion der Klimagruppe, die Aufsehen erregt und Teil des vom SteinGy ausgerufenen Klimajahres ist, das 2021 in einer Projektwoche endet.


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