Steinhagener Gymnasiasten berichten über ihre Erfahrungen beim Betriebspraktikum                                           Westfalen-Blatt 01./02.02.2020

 

Die 88 Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs vom Steinhagener Gymnasium haben in den vergangenen zwei Wochen ihr Betriebspraktikum absolviert. Dabei deckten sie ein weites Umfeld an Betrieben ab: Um ihrem Praktikumswunsch nachzugehen, fuhren manche bis nach Marienfeld und sogar Paderborn.

 

Die Schülerin Lena Hagemeier (9c) besuchte während ihres zweiwöchigen Praktikums die Konditorei und Bäckerei Bürenkemper. Ihr Tagesablauf ist vielfältig, da sie jeden Tag andere Stationen durchläuft und mit unterschiedlichen Mitarbeitern des 18-köpfigen Teams arbeitet. Torten einstreichen oder eindecken, verzieren, Teig verrühren oder Zutaten abwiegen und ganz klar zwischendurch auch mal probieren: All das gehört zu ihren Aufgaben

 

Sie findet es gut, so früh anzufangen, denn ihr Tag startet bereits um 7 Uhr. Sie hat Feierabend, wenn alle Bestellungen von der Liste abgearbeitet sind. Und das ist meist gegen 12.30 Uhr. “Ich hab also den ganzen Nachmittag Zeit, meinen Hobbys nachzugehen, und das jetzt im Winter sogar noch im Hellen.”

 

Vor der Frühstückspause werden Teige angemischt und gebacken. Danach werden die Torten und Kuchen verziert, eingedeckt mit Fondant und belegt. “Die Arbeitszeiten sind natürlich ganz andere als die Zeiten in der Schule. Aber man gewöhnt sich relativ schnell daran”, berichtet sie.

 

Eine weitere Schülerin besuchte in ihrer Praktikumszeit Gerry Webers Schneiderei. Larissa Pforr (9c) berichtet, dass alle sehr freundlich zu ihr seien, sie wurde von den derzeitigen Auszubildenden gut aufgenommen und werde genau so behandelt, als wäre sie eine von ihnen. Zu ihren Aufgaben gehören das Nähen, Bügeln und wieder Auftrennen. Außerdem werden Dinge geübt, welche den Azubis in ihrer Prüfung begegnen könnten. “Ich finde es gut, dass man hier sehr selbstständig arbeiten kann und am Ende des Tages das in den Händen hält, was man geschafft hat”, erzählt Larissa Pforr

 

Fazit nach zwei Wochen: Das Betriebspraktikum war eine schöne und lehrreiche Erfahrung. Selbstverständlich ist es ganz anders als der sonst alltäglich Unterricht. Aber es hat den Gymnasiasten die Entscheidung ihrer Berufswahl wieder etwas leichter gemacht.


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