Das Gymnasium begrüßte zum Tag der offenen Tür hunderte Eltern und Viertklässler. Wegen ihres Erfolges wird die Schule bald anbauen müssen.                                                                                                 

 

Es gibt einige Dinge, die das Steinhagener Gymnasium anders angeht als andere weiterführende Schulen. „Was uns besonders macht, ist sicherlich der Ganztag aus voller Überzeugung“, erklärte Rektor Stefan Binder am Freitag im Gespräch beim Tag der offenen Tür. „Trotz der Rückkehr zu G 9 halten wir da-ran fest.“

Dadurch verschaffe man sich Freiraum für „optionale Angebote“ wie dem Sozialen Lernen ab der fünften Klasse, dem Selbstregulierenden Lernen oder den vielen Zusatzangeboten, »Studios« genannt. „Egal ob Kochen, Formel 1 in der Schule oder Jung trifft Alt, ohne den Ganztag wäre das nicht machbar. Wir vermitteln Life Skills.“

Breitgefächert ist die Schule auch in ihren Profilen aufgestellt. Statt einen einzelnen Schwerpunkt zu betonen, hat sie sich in den vergangenen Jahren als MINT-Schule zertifizieren lassen, ist bilinguale Europaschule und pflegt ihren musischen Anspruch.

Das Konzept kommt offenbar an. Auch am Freitagnachmittag besuchten wieder hunderte Eltern und Grundschüler den Vorführtag. Das Programm war groß: In den Naturwissenschaften wurde geforscht, die Streicher- und Bläserklassen luden zum Zuhören ein, die Lateiner bastelten mit den neugierigen Kindern Lorbeerkränze und auch alle anderen Kurse hatten sich etwas einfallen lassen. Zusätzlich gab es Aktionen wie die Tanzvorführung der 6 c, Experimentalshows und natürlich Führungen.

Dass die Schule in den kommenden Jahren anbauen muss, liegt aber nicht nur an der guten Resonanz. Es liegt vor allem an der Umstellung auf G 8 (also dem Abitur nach nur zwölf Jahren). „Als wir Ganztagsschule wurden, haben wir viele Räume entsprechend umgewidmet“, so Rektor Binder. Entsprechend der längeren Tage brauche ein Ganztagsschule Rückzugsräume und einiges mehr. Mit der Rückkehr zu G 9 hat die Schule nun doch wieder neun Jahrgänge, aber nicht die räumlichen Kapazitäten dafür. Das Rathaus habe bereits signalisiert, dass man den Anbauplänen grundsätzlich zustimme, berichtet Binder weiter. Wie der Anbau konkret aussehen wird, muss sich in den kommenden Jahren zeigen. Auf jeden Fall würden nicht nur Klassen- und Organisationsräume, sondern auch weitere Fachräume, zum Beispiel für die Naturwissenschaften, benötigt.

Anmeldungen nimmt das Gymnasium ab Mittwoch, 19. Februar, entgegen. Weitere Informationen dazu im Sekretariat, (0 52 04) 99 78 51.


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