Sport, Kultur und Eisherstellung: 15 Schüler lernen die Gemeinde Rujiena kennen. Westfalen-Blatt, 01.10.2019.

2019 1001LettlandWBPremiere für 15 Schülerinnen und Schüler des Steinhagener Gymnasiums: In Lettland erlebten sie ein abwechslungsreiches Programm. Gegenbesuch ist für März geplant. FOTO: Gymnasium

Mit der Weltsprache Englisch unterwegs sein statt Englischunterricht im Klassenzimmer: Für 15 Schülerinnen und Schüler des Steinhagener Gymnasiums bedeutete dies für eine Woche ganz lebenspraktische Erfahrung in Lettlands nördlichster Gemeinde Rujiena.

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Diane Thias und Schulleiter Stefan Binder besuchten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des bilingualen Zweiges die dortige Mittelschule, lernten das alltägliche Leben und kulturelle Eigenarten in Lettland kennen, knüpften Kontakte zu dortigen Schülern und konnten so ganz praxisnah erleben, wie Verständigung auf der Grundlage einer gemeinsam erlernten Fremdsprache gelingen kann.

»Labrit« und »Good Morning«: Nach zwölfstündiger Anreise mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Riga und anschließender Nachtfahrt per Bus in die 3000 Einwohner zählende Gemeinde fiel die erste Begrüßung neugierig, aber noch etwas verhalten aus. Würden die Englischkenntnisse der Schülerinnen und Schüler ausreichen? Sie reichten aus, und in den kommenden Tagen sollten die Jugendlichen nach und nach näher zusammenrücken, hatten die herzlichen lettischen Gastgeber doch ein vielgestaltiges Programm für die Steinhagener vorbereitet. So standen ein kreatives Spiel- und Sportprogramm mit deutschen und lettischen Schülern, Unterrichtsbesuche, gemeinsame biologische Exkursionen und der Besuch einer alten Mühle ebenso auf dem Programm wie eine Besichtigung der berühmten Eisfabrik in Rujiena, selbstverständlich mit ausgiebiger Verköstigung, Ausflüge in die umgebende Natur oder eine Sightseeingtour in die Landeshauptstadt Riga. Und so hieß es am Ende einer ereignisreichen Woche fröhlich »Good bye« und »Ata«, »See you in Germany«.

Der Gegenbesuch der lettischen Schülerinnen und Schüler in Steinhagen ist für kommenden März geplant. Danach soll gemeinsam überlegt werden, ob die entstandenen Beziehungen zwischen den beiden Schulen weiter vertieft und gegenseitige Besuche zum regelmäßigen Baustein der Austauschprogramme beider Schulen ausgebaut werden soll. Diane Thias gibt sich optimistisch: »Wir suchten schon seit längerer Zeit nach einer Austauschmöglichkeit für unseren bilingualen Zweig. Wenn sich dadurch auch noch Beziehungen zwischen Partnergemeinden vertiefen ließen, das wäre eine tolle Sache.«


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