Berufsorientierung: 40 Gymnasiasten erhalten ausgiebigen Einblick ins Unternehmen. Westfalen-Blatt, 12.09.2019.

2019 0911JungPumpenWB

Gar nicht mal so schwer, eine solche Pumpe, stellt auch Henry (vorne) fest. Er und weitere Achtklässler des Steinhagener Gymnasiums informierten sich jetzt bei Jung Pumpen ausführlich über die Möglichkeiten und Chancen, die ihnen technische Berufe eröffnen können. FOTO: Volker Hagemann

Wie schafft man es, Schüler der achten Klasse schon frühzeitig für technische Berufe zu begeistern? Am besten, wenn man ihnen einen anschaulichen, lebendigen Einblick in ein entsprechendes Unternehmen bietet.

So wie jetzt bei Jung Pumpen, wo 40 Schüler des Steinhagener Gymnasiums mit Physiklehrer Andreas Frerkes zu Gast waren. Pumpen für die Hebeanlage zu Hause oder größere Anlagen für kommunale Abwasserbetriebe einmal in Aktion zu erleben, das ermöglicht Jung Pumpen in seinem Forum an der Industriestraße. Marco Koch, Leiter Verkaufsförderung, bot den jungen Gästen damit interessante Einblicke, auch bei der weiteren Führung durchs Unternehmen, das zum US-amerikanischen Pentair-Konzern gehört.

Da ging es um Bereiche wie Fertigung, Vertriebswege und Marketing. Erlebnisorientiert, könnte man sagen. Und so stellten die 40 Gymnasiasten auch zahlreiche Fragen zu dem, was ihnen Marco Koch demonstrierte und erklärte. Und sie erfuhren einiges über die Anforderungen für technische Berufe: »Gute Noten in Mathe, Physik, aber auch Englisch, sind schon von Vorteil«, so Koch.

Jedes Jahr sind Acht- oder Neuntklässler des Steinhagener Gymnasiums einen Tag lang zu Besuch bei Jung Pumpen, um das Unternehmen und seine Möglichkeiten der Berufsausbildung auch im technischen Bereich kennenzulernen. Der Besuch ist Teil der Berufsoffensive für Ingenieurinnen und Ingenieure in Ostwestfalen (BINGO), die das gleichnamige Netzwerk vorantreibt. Das BINGO-Netzwerk ist entstanden aus dem Branchennetzwerk OWL Maschinenbau, dem die IHK und weitere Institutionen angehören.

»Jugendlichen sollen auf diese Weise qualifizierte, möglichst erlebnisorientierte Angebote zur Information über technische Berufe gemacht werden«, erklärte Andreas Frerkes. Das sei in der Jahrgangsstufe acht keinesfalls zu früh: »Diese Schüler wählen schließlich nächstes Jahr die Zusammensetzung der Kurse ihrer Oberstufe. Und wer jetzt Blut geleckt hat, kann in der neunten Klasse auch ein Praktikum in Betrieben wie Jung Pumpen absolvieren«, so Frerkes.

Wie positiv der Steinhagener Arbeitgeber offenbar in den Köpfen seiner jungen Besucher hängen bleibt, beweisen viele Auszubildende und weitere Angestellte, die ebenfalls als Schüler einst das SteinGy besucht haben. »Und Techniker, Handwerker, etwa im Sanitärbereich, werden händeringend gesucht, das verspricht momentan eine fast schon goldene Zukunft«, weiß auch Jung Pumpens Marketingleiter Dr. Andreas Kämpf.

Andreas Frerkes beobachtet am SteinGy seit einiger Zeit einen entsprechenden Trend: »Es ist nicht mehr so, dass jeder unbedingt studieren will. Zunehmend wählen unsere Schüler eine Ausbildung technischer Art.«


Siegel01

Siegel02

Siegel03

Siegel04