BINGO-Offensive: Jung Pumpen begrüßt 40 Achtklässler im großen Werk an der Industriestraße. Haller Kreisblatt, 11.09.2019.

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Viel zu sehen: Henry und seine Mitschüler vom Gymnasium waren bei Jung Pumpen zu Gast. Das Unternehmen bildet verstärkt auch Abiturienten aus. FOTO: Jonas Damme

„Abwasser ist auf den ersten Blick nicht besonders reizvoll“, brachte Lehrer Andreas Frerkes das Dilemma, das Jung Pumpen bei der Nachwuchssuche hat, auf den Punkt. Bekanntlich entscheiden sich in Deutschland immer noch die meisten Abiturienten für ein Studium, obwohl in Industrie und Handwerk großer Bedarf herrscht.

Auch der Steinhagener Pentair-Ableger Jung Pumpen freut sich immer, wenn er Schüler des Steinhagener Gymnasiums einstellen darf. Derzeit werden sogar vier junge Ex-Gymnasiasten ausgebildet. Und nicht nur im Werk selbst, auch bei den klassischen Klempnern gibt es große Nachfrage. „Wir haben noch Pumpen auf Halde, die wir nicht verkaufen können, weil es zu wenige Installateure gibt, die sie einbauen“, berichtet Andreas Kämpf vom Jung-Pumpen-Marketing.

Um dem Nachwuchs die Kontaktscheu zu nehmen, lädt Jung Pumpen jedes Jahr im Rahmen der BINGO-Offensive (Berufsoffensive für Ingenieure in Ostwestfalen) zum Unternehmensbesuch ein. Am Montag lernten 40 Achtklässler das Werk an der ehemaligen B 68 kennen. Sie wurden durch den Betrieb geführt und über die verschiedenen Berufsbilder informiert.

Nach Andreas Frerkes’ Einschätzung zeigen diese Informationsinitiativen bereits Erfolge. „Auch Gymnasiasten gehen immer öfter in Lehrberufe“, sagt er. „Und ich glaube, für viele ist das auch der richtige Weg.“ Dem stimmte auch seine ehemalige Schülerin Lea Marie Rolke zu, die mittlerweile selbst beim Pumpenhersteller arbeitet.


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