Poetry Slam am 1. Februar soll die Abikasse aufstocken. Westfalen-Blatt, 19.01.2019.

2019 0119PoetrySlamWBKreative Köpfe: Luca Prigl, Jona Löwen, Malte Elgeti und Mario Krebs (hinten, v.li.) sowie Anita Sadoroschny und Nina Bieber (vorne, v.li.) laden zum Poetry Slam ein. FOTO: Volker Hagemann

Sie geben viel Persönliches von sich preis. Alltagserlebnisse, darunter Hoffnungen, Ängste und auch Humorvolles, verpacken sie in kreativen, selbst geschriebenen Texten: Der Abi-Jahrgang 2019 des Steinhagener Gymnasiums lädt für Freitag, 1. Februar, zum Poetry Slam ein.

Es dürfte ein mitreißender Abend werden. Denn ein Poetry Slam ist keine ruhige Lesung im klassischen Sinne, sondern ein Wettbewerb der Worte. Ihre selbstgeschriebenen Texte bringen die Schüler mit individuellen Gesten und Betonungen auf die Bühne im SteinGy-Foyer. Teils in Gedichtform, teils im sprudelnden Wortschwall. Lediglich die Zeit jedes Teilnehmers ist auf maximal sechs Minuten begrenzt, Kostüme oder Musik sind nicht erlaubt.

»Neun Teilnehmer konnten wir bisher verpflichten«, verraten die Abiturienten Anita Sadoroschny und Mario Krebs vom Orga-Team. Die Vorfreude auf einen unterhaltsamen Abend steht bei den jungen Veranstaltern im Vordergrund, gleichzeitig hoffen sie auf ein volles Haus. Denn die Erlöse aus diesem Abend verwenden die Abiturienten für ihren Abi-Ball, die Mottowoche und ähnliche Aktionen. Erst kürzlich kamen bei ihrem Eisstockschießen 1100 Euro zusammen, berichtet Mario Krebs.

Warum ausgerechnet ein Poetry Slam? »Wir wollen den Besuchern etwas bieten. Und seit kurzem haben wir ja auch eine Poetry-Slam-AG an unserer Schule«, sagt Anita Sadoroschny. Nina Bieber, die die AG leitet, macht zwar noch kein Abi, hilft aber an jenem Freitagabend mit. Die Abiturienten Jona Löwen und Luca Prigl »slammen« regelmäßig in ihrer Freizeit. »Es ist ein gutes Ventil, man kann sich auf künstlerische Weise ohne Zwänge austoben, zum Beispiel Gesellschaftskritik zur Sprache bringen«, sagt Jona Löwen. Texte schreibt er seit vier Jahren, seine Bühnenpremiere hat er am 1. Februar im Gymnasium. Auch Luca Prigl steht dann erstmals im Rampenlicht: »Ich plane einzelne Textbausteine, die sich am Ende zu einem Ganzen fügen«, kündigt er an. »Durch die besondere Vortragsform des Poetry Slams bekommt man meist viel mehr Gehör für seine Themen«, weiß Anita Sadoroschny. Im SteinGy-Foyer stehen am 1. Februar neben den Steinhagenern auch Schüler des Berufskollegs Bethel und des Bielefelder Max-Planck-Gymnasiums auf der Bühne. Im Anschluss stimmt das Publikum über die besten Beiträge ab.

Einlass ist von 18.30 Uhr an, Beginn um 19 Uhr. Die Moderation übernimmt Mario Krebs. »Wir bauen mindestens 150 Sitzplätze auf, zur Stärkung verkaufen wir Getränke, Waffeln und Brezeln«, kündigt er an.


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