Grundschule Amshausen und das Gymnasium nehmen Landespreis entgegen

 STEINHAGEN (WB). Die einen pflanzen Bäume und forsten einen Schulwald auf. Die anderen haben ein „Klimajahr“ ausgerufen, sammeln Müll, hinterfragen Konsum und sprechen mit Forschern. Beide werden für ihre Arbeit für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung an diesem Mittwoch in Paderborn ausgezeichnet. Die Grundschule Amshausen und das Steinhagener Gymnasium – und damit gleich zwei Schulen aus der Gemeinde – gehören zu den neun Preisträgern aus dem Regierungsbezirk Detmold, die Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, und Paderborn Bürgermeister Michael Dreier als „Schule der Zukunft“ auszeichnen.

Nachhaltigkeit im Unterrichtsprogramm

Sie haben sich erfolgreich am Landesprogramm „Schule der Zukunft“ beteiligt. Dieses unterstützt Schulen dabei, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zum Bestandteil ihrer Unterrichtsund Schulentwicklung zu machen. Das 2020 neu aufgelegte Landesprogramm ist eine gemeinsame Initiative des Schulministeriums und des Umweltministeriums NRW. 73 Schulen in NRW werden insgesamt ausgezeichnet. Bei allen Nachhaltigkeits-Aktivitäten geht es um eines: ein Bewusstsein zu schaffen, um eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst die Welt der Zukunft zu gestalten. Am Steinhagener Gymnasium gibt es seit fünfzehn Jahren das Projekt „Keep an eye on energy“, das aus zahlreichen Bausteinen besteht und zum Ziel hat, auf den Klimawandel hinzuweisen und Anregungen für nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln zu geben. Dafür hat das Gymnasium eine UmweltStrategie entwickelt.

Müll, Konsum und Tourismus hinterfragt

Im Schuljahr 2019/2020 habe es neue Impuls aus der Schülerschaft für das Projekt gegeben, wie das SteinGy in der Projektvorstellung schreibt: Unter dem Motto „SteinGy kann Klima“ wurde in einer Arbeitsgruppe mit Schülern, Eltern und Lehrern zum 20-jährigen Bestehen der Schule ein Klimajahr geplant. Das Schuljahr 2020/21 wurde zum „Klimajahr“ ausgerufen. Fünf ThemenSchwerpunkte sollendabeiin diesem Jahr sowie auch in den folgenden Jahren besonders aktiv in der Schule präsent werden: Müll, Kleidung/Konsum, Tourismus/Verkehr, Ernährung und Landwirtschaft. Langjährige Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie dem Netzwerk „Klimawoche Bielefeld“ sollen dabei intensiv gepflegt und Netzwerksarbeit etwa im Rahmen der Kampagne "Schule der Zukunft") forciert werden. „Es ist dabei unsere Absicht, mit überzeugenden Projekten und mit attraktiven Aktionen ein ‚Energie und Umwelt‘-Bewusstsein bei allen am Schulleben beteiligten Gruppen zu schaffen und nachhaltiges Handeln zu befördern“, so das Gymnasium. Die stellvertretende Schulleiterin Katja Wiertz nimmt in Vertretung des erkrankten MINT-Koordinators Andreas Frerkes die Auszeichnung entgegen. Und wird dabei die Schule wiedersehen, die sie selbst besucht hat: die Friedrich-Spee-Gesamtschule.

Schulwald und neue Homepage

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ stellen alle Schulen ihre Aktivitäten vor. So auch die Grundschule Amshausen, die sich inzwischen seit Jahrzehnten den vier Elementen auch im Schulprogramm verschrieben hat. Neu sind allerdings zwei Nachhaltigkeits-Aktivitäten. So forsten Amshausener Drittklässler mit Förster Johannes-Otto Lübke ein Stück Wald wieder auf. „Sie werden „ihr“ Stückchen Wald regelmäßig besuchen, Baumpatenschaften vergeben und das Wachstum der Bäume und den Wandel im Laufe der Jahreszeiten dokumentieren“, so die Schule: „Dies soll dazu führen, dass die Kinder denWald wieder als die wichtige Lebensader ihrer Umwelt erkennen und sich dort zukünftig angemessen verhalten.“ Außerdem hat sich eine Gruppe von Kindern, Lehrerinnen und Lehrern und Experten der Universität Münster zusammengefunden, die in Kooperation mit Lemas, dem Programm „Leistung macht Schule“, eine Homepage mit allen Projekten gestaltet. Alle Interessierten erhalten so Einblick, was sich etwa in der Pflege des Schulgartens tun. Informiert wird über das jährliche Projekt „Die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft", mit dem die Schule denKindern nachhaltige Lernerfahrungen vermitteln will, die sie befähigen sollen, die Schlüsselprobleme gegenwärtiger und künftiger Gesellschaft zu bewältigen. Auch geht es um Kooperation von Lehrkräften, OGS-Team und freien Mitarbeitern der Bio-Station Bielefeld-Gütersloh). All diese Aktivitäten sollen verantwortliches Handeln im Umgang mit der Natur, die Identifikation mit Natur und Umwelt und Einsichten in ökologische Zusammenhänge fördern. Schulleiterin Tanja Zivanovic, Lehrerin Barbara Westerhoff und sechs Schülerinnen und Schüler sind an diesem Mittwoch in Paderborn, um ihre Projekte vorzustellen.


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