Bürgermeister Klaus Besser verleiht Klimapreise an Steinhagener Schulen. Westfalen-Blatt, 29.06.2018

2018 0629KlimapreisWBVertreter von Schulen und Gemeinde sind stolz: Alle Steinhagener Schulen haben gemeinsam dazu beigetragen, den Stromverbrauch in Steinhagen deutlich zu senken. Foto: Wiebke Kade

Das richtige Lüften des Klassenzimmers, das sparsame Verwenden des Deckenlichts oder aber eine neue Heizung – all das sind Maßnahmen, die den Stromverbrauch senken können. Alle Steinhagener Schulen bemühen sich auf diese Weise mit einer Vielzahl von Projekten und Baumaßnahmen, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Einsparen von mehr als 350.000 Kilowattstunden Strom würdigte Bürgermeister Klaus Besser jetzt im Steinhagener Ratssaal.

Der Klimaschutz sei ein Thema, das jeden Einzelnen bis an sein Lebensende begleiten werde, betont der Bürgermeister. Während seiner eigenen Schulzeit habe es beispielsweise deutlich weniger Gewitter und Starkregen gegeben als dies nun der Fall sei. Deshalb sei es so wichtig, dass sich die Steinhagener Schulen für den Klimaschutz einsetzen würden.

Um zu messen, wie viel Energie die einzelnen Schulen einsparen, wurden ein Jahr lang die Energiedaten ausgewertet. »Es ist total spannend, wie unterschiedlich die Verbräuche an den verschiedenen Tagen sind«, berichtet Besser.

Spitzenreiter im Stromsparen bei den Grundschulen war im vergangenen Jahr die Grundschule Brockhagen mit 86.000 eingesparten Kilowattstunden. Zusätzlich hat die Schule ein Projekt zum richtigen Lüften der Klassenräume initiiert – und deshalb einen Sonderpreis gewonnen. Sowohl die Grundschule Amshausen als auch die Grundschule Laukshof haben etwa 50.000 Kilowattstunden einsparen können. Letztere war bereits in diesem Jahr für die kreisweit meisten Radfahrer und Fußgänger, die ihren Schulweg auf diese Weise zurücklegen, ausgezeichnet worden. Die Grundschule Steinhagen konnte 21.667 Kilowattstunden einsparen, zusätzlich beschäftigten sich die Schüler intensiv mit den Steinhagener Bächen und den dort lebenden Tieren, die sich durch vermehrt auftretenden Starkregen an ihre sich verändernde Umgebung anpassen müssen – auch dafür gab es einen Sonderpreis. Bei den weiterführenden Schulen konnte das Steinhagener Gymnasium mit 100.000 Kilowattstunden Rückgang von allen Schulen am meisten Strom sparen, die Realschule Steinhagen nutzte 50.000 Kilowattstunden weniger.

Für das kommende Jahr ist ebenfalls wieder eine Vergabe der Klimapreise geplant. Allerdings wird es laut Marianne Vaske, Verantwortliche für das Umwelt- und Klimaschutzmanagement der Gemeinde, eine andere Art der Preisverleihung geben. Aufgrund von Umbaumaßnahmen an den Schulen sei es immer schwieriger, den genauen Verbrauch zu messen. Daher werde der Fokus vermutlich vermehrt auf der Projektarbeit der Schulen zum Thema Klimaschutz liegen.


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