Die Ideen und politischen Entwicklungen Europas ziehen sich wie ein roter Faden durch den Unterricht am Steinhagener Gymnasium.Westfalen-Blatt 05.05.2018

2018 0505EuropatagWB01Schulleiter Stefan Binder, Leanna Kammertöns, Ute Koczy, Eva Vogt, Andrea Meyer zu Hoberge, Michele Sforza, Ralph Brinkhaus, Jan Breuer und Annika Hoffmann (von links) informieren die Schüler des Steinhagener Gymnasiums über die Zukunft, Perspektiven und aktuellen Debatten Europas. Fotos: Sara Mattana.

Nun hatten die Schüler der Europaschule jedoch die Gelegenheit, diese Themen auch außerhalb des Klassenraums zu erleben – sei es bei Debatten oder mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Denn seit das Gymnasium im Jahr 2010 erstmals als Europaschule ausgezeichnet wurde, findet regelmäßig ein Projekttag für alle fünften, siebten, achten und zehnten Klassen statt. So gingen die Schüler am Freitag zunächst einmal der Frage nach der Zukunft und den Möglichkeiten Europas auf den Grund. »Uns ist wichtig, mehrere Aspekte zu beleuchten und die Schüler zu unterschiedlichen Ansichten zu führen«, sagt Lehrer Jan Breuer, der gemeinsam mit seiner Kollegin Annika Hoffmann für die Organisation der anschließenden Podiumsdiskussion zuständig war. Denn um sich auf die vielen Facetten der Fragestellung vorzubereiten, bekamen die Zehntklässler fachkundige Unterstützung.

So informierte Eva Vogt von der Universität Bielefeld eine Schülergruppe über den Brexit, während CDU-Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus das Thema des Europäischen Binnenmarkts behandelte. Die ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Ute Koczy informierte die Jugendlichen über die Pläne Macrons, während Leanna Kammertöns von »Europe Direct« über die Europäische Identität sprach. Auch Michele Sforza und Andrea Meyer zu Hoberge waren als Hörmann-Vertreter mit dabei, um über den Katalonien-Konflikt zu informieren.

Nachdem die Gruppen also Einblicke in unterschiedlichste Aspekte bekamen, hieß es dann Fragen stellen, als sich die Gäste bei einer spannenden Podiumsdiskussion austauschten. »Ich finde es wichtig, auf den Wert von Europa aufmerksam zu machen. Wir haben so viel zusammen erreicht und sollten nicht nur über die Probleme, sondern lieber über die Möglichkeiten sprechen«, sagt Ralph Brinkhaus.

Und obwohl der Europatag am Gymnasium im Laufe der Jahre weiter wachsen soll, sind die Themen den Schülern schon jetzt nicht fremd. »Die Inhalte werden im Fremdsprachenunterricht ebenso wie in den Gesellschaftswissenschaften intensiv behandelt. Außerdem gibt es das Europaprofil in der Mittelstufe«, sagt Organisatorin Martina Dahlmeier, die sich freut, dass auch die Siebtklässler mit Holzschuh-Rennen oder selbstgebackener Pizza am Europatag teilgenommen haben.

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Adrian, Steven, Dennis, Isabell, Theresa, Lynn und Moritz (von links) liefern sich am Europatag ein Holzschuh-Rennen.


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