Alt trifft Jung: Im Treffpunkt Apfelstraße feierten Senioren und Gymnasiasten ihr erfolgreiches Austauschprojekt. Bereits jetzt ist klar, es soll im kommenden (Schul-)Jahr weitergeführt werden. Haller Kreisblatt 16.12.2017

hk161217Planen das Projekt »Jung trifft Alt«: Erika Brodt vom Treffpunkt Apfelstraße (von links), Lehrerin Stefanie Rittershaus sowie Bianca Kersting und Regina Fleer-Meyer von der Gemeindeverwaltung.
FOTO: JONAS DAMME

Jung und Alt können viel voneinander lernen. Da ist sich Stefanie Rittershaus vom Steinhagener Gymnasium sicher. Allerdings sei es gar nicht so selbstverständlich, dass alle Jugendlichen heute noch regelmäßigen Kontakt zu ihren Großeltern pflegten. Insofern füllt das Projekt, das aus dem gemeindlichen Programm »Audit Familienfreundliche Kommune « entstanden ist, eine gesellschaftliche Lücke.

Am Donnerstagnachmittag waren nun zum letzten Mal in diesem Jahr Schüler und Senioren zusammengekommen. Bei Kaffee und Keksen tauschten sich die rund 15 Jugendlichen und ebenso vielen Älteren im Treffpunkt Apfelstraße des Matthias-Claudius- Hauses aus. Gleichzeitig sollten sie notieren, was ihnen die Zusammenarbeit bisher gebracht hat und was man noch verbessern könnte.

Seit den Sommerferien laufen im Kern zwei Teilprojekte. Bei »Schüler erklären Senioren das Smartphone« lernen die Älteren etwas. Insgesamt fünf Mal trafen sich sechs Gymnasiastenmitjeweils zwölf bis 15 Älteren. „Die Schüler haben sehr viel Geduld gezeigt und alles erklärt“, hat Erika Brodt vom Treffpunkt dabei beobachtet. „Ich habe von den Senioren viele positive Rückmeldungen bekommen.“

In der Gruppe »Gespräche und Kreatives« wiederum war der Wissenvorteil oft andersherum gelagert. Beim gemeinsamen Backen für den guten Zweck lernten viele der Achtund Neuntklässler, was gute Weihnachtsplätzchen ausmacht. „Viele haben jetzt zum Beispiel gelernt, selbst einen Teig herzustellen“, so Bianca Kersting vom Amt für Generationen der Gemeinde Steinhagen.

Darüber hinaus gab es einige kleinere Aktionen: Eine von Schülern organisierte Führung für Senioren im Gymnasium, die Foto-AG will einen Artikel für die Hauszeitung des Matthias-Claudius- Hauses – die Flüstertüte – verfassen und im Frühling soll es einen gemeinsamen Ausflug zum Kürbishof Ordelheide geben. Auch eine Ausstellung im Rathaus ist geplant.

Das erfolgreich gestartete Projekt soll in den kommenden (Schul-)Jahren weitergehen. Darüber hinaus hat es bereits erste Gespräche mit der Realschule gegeben, um auch die dortigen Schüler für das generationenübergreifende Thema zu gewinnen. Sabine Weitzel vom Seniorenzentrum Matthias-Claudius-Haus verspricht sich für alle Beteiligten viel von der Zusammenarbeit: „So lernen beide Seiten, sich auf einander einzulassen, zum Beispiel etwas so zu erklären, dass es jeder versteht. Dabei werden Hemmschwellen überwunden.“

Neugier genügt Bianca Kersting vom Generationenbüro sucht Senioren, die bereit sind, sich bei »Jung trifft Alt« zu beteiligen. Interessierte sollten sich unter` (0 52 04) 99 72 09 melden.

 


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