Bescherung: 2124 Euro übergaben die ehemaligen Gymnasiasten jetzt an die Vorsitzende des Bürgerkomitees für Entwicklungszusammenarbeit. Haller Kreisblatt, 06.12.2017

Heike Kunter hat bereits einen guten Verwendungszweck, mit dem die Abiturienten voll und ganz einverstanden sind.

hk061217Unterstützung: Heike Kunter (vorne) freute sich über die Spende von Matthis Kottmann (hinten, von links), Marie Hinz, Jonathan und von Julia Kinder sowie den Lehrern Stefan Binder (vorne, von links), Henning Gillrath, Thomas Kuhn, Schülerin Anne Schmidt und Lehrerin Vera Noll. FOTO: FRANK JASPER

Als der Abi- Jahrgang 2017 feststellte, dass noch mehr als 2000 Euro in der Kasse lagen, wurden die Jahrgangsstufensprecher zusammengetrommelt. Schnell stand fest, dass die Summe an einen guten Zweck fließen sollte. Mit dem Steinhagener Bürgerkomitee pflegt das Gymnasium seit vielen Jahren einen intensiven Kontakt. Hierhin sollte das Geld, das ursprünglich zur Finanzierung der Abiturfeierlichkeiten gesammelt worden war, gehen. „Da können wir sicher sein, dass es wirklich gut angelegt ist“, sagte Anne Schmidt vom diesjährigen Abi- Jahrgang.

Heike Kunter, Vorsitzende des Bürgerkomitees, nahm die Spende in Empfang. „Von der Summe können wir einen halben Klassenraum in Benin finanzieren“, erzählte sie den Abiturienten. Bereits im Januar wird Kunter mit einer Delegation in das westafrikanische Land reisen, um bestehende Projekte zu besichtigen und neue zu planen. Den Abiturienten versprach sie, dass eine der Schulbänke die Inschrift »Abi 2017 Steinhagen« erhalten soll. In diesem Jahr konnte die Organisation zwei Schulen mit insgesamt sechs Klassenräumen bauen.


Mit den Schulen hierzulande sind die Bildungseinrichtungen in Benin allerdings nicht zu vergleichen. „In einem Klassenraum sitzen zwischen 40 und 60 Schüler“, berichtete Heike Kunter. Schulmaterialien sind keine Selbstverständlichkeit. „Dort ist ein einfacher Stift ein Wertgegenstand“, so Kunter. Die Entwicklungshelfer investieren aktuell vor allem in Schulbauten. Eine Übernahme der laufenden Kosten ist jedoch nicht Teil des Konzeptes. Der Staat soll in die Pflicht genommen werden. »Hilfe zur Selbsthilfe« lautet darum das Motto. In der Vergangenheit habe das Bürgerkomitee auch Schulpatenschaften für Kinder übernommen. Laut Heike Kunter sei es jedoch sehr arbeitsintensiv, den Verlauf solcher Geldflüsse zu prüfen. Gleichwohl stellte sie fest, dass Benin im Kampf gegen Korruption ein gutes Stück vorangekommen sei.

Wie Lehrerin Vera Noll berichtete, wurde gerade erst den Fünftklässlern das Benin- Projekt an der Schule nahegebracht. Auch der stellvertretende Schulleiter Stefan Binder machte deutlich, dass das Bürgerkomitee weiter auf das Gymnasium zählen kann. „Wir wollen uns weiter engagieren“, sagte er.


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