Jugend forscht: Teams des Steinhagener Gymnasiums qualifizieren sich für den Landeswettbewerb. Westfalen-Blatt, 19.02.2019.

2019 0219 JugendforschtWBKlein, bunt und erfolgreich: Arvid Holtkamp (links) und Justus Mitgau zeigen ihre Flummis, mit denen sie Versuche zur Beschleunigung unternahmen – mit Erfolg! FOTO: Annemarie Bluhm-Weinhold.

So unscheinbar die bunten Flummis auch aussehen mögen – bei »Jugend forscht« katapultierten die bis zu 1,40 Meter hoch springenden Versuchsobjekte ihre Jungforscher Justus Mitgau (13) und Arvid Holtkamp (14) auf Platz eins: Die beiden Achtklässler des Steinhagener Gymnasiums sicherten sich mit diesem Erfolg im Bereich Physik des Wettbewerbs »Schüler experimentieren« die Qualifikation für den Landeswettbewerb von »Jugend forscht«, der im April in Essen ausgetragen wird. Denn ihr wissenschaftliches Experiment bestätigt nach zahlreichen Versuchen und Diagrammen: Je kleiner und schlichter das simple Flummi-Gummi daherkommt, desto höher springt es.

Erfolgreich schnitt auch Anita Sadoroschny (18) ab. Mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit fragte die Abiturientin: Kann Musik sportliche Leistungen beeinflussen? Nach mehreren Testläufen mit Studenten der Uni Bielefeld war letztlich klar: Zumindest nachweisbar ist das nicht. Die Jury war beeindruckt – zweiter Platz im Bereich Biologie und ein Geldpräsent.

Nachhaltig beeindruckt vom Regionalwettbewerb, dessen Siegerehrung am Sonntag in der Sparkasse Herford über die Bühne ging, ist auch Andreas Frerkes. Der Physiklehrer des SteinGy hat in den vergangenen Jahren schon so manches Mal mit seinen Schülern an »Jugend forscht« teilgenommen. »Die Ideen aller Teilnehmerschulen, die in Herford präsentiert wurden, sind klasse. Aber ich habe den Eindruck, dass gerade in diesem Jahr ein sehr, sehr hohes Niveau an Arbeiten zu erleben war«, sagt er. 1724 Jungforscher nahmen diesmal teil, um sich für die nächsthöhere Teilnahmestufe beim Landeswettbewerb zu qualifizieren. »Was da alles gezeigt wurde – ich habe eine Riesen-Ehrfurcht vor den anderen Projekten der Schüler!«, staunt Andreas Frerkes auch danach noch immer und nennt als eines der vielen Beispiele die künstliche Intelligenz »Ava«, die Linus Schmidt vom Bünder Markt-Gymnasium programmierte. Dessen Ziel ist, dass »Ava« möglichst intelligent auf Fragen antworten kann. Damit gewann Linus Schmidt den ersten Preis in der Kategorie Mathe/Informatik.

Der Landeswettbewerb »Jugend forscht« wird vom 1. bis 3. April in Leverkusen ausgetragen. Andreas Frerkes freut sich schon darauf: »Wir haben wirklich eine tolle Truppe am Start, das macht unheimlich Spaß!«


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