Vielfältige Aktivitäten fanden am Donnerstag, den 11. Mai, im Steinhagener Gymnasium statt, um den alljährlichen EU-weiten Europatag zu begehen.

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So gab es in der Pausenhalle Infostände zu den Schulkontakten mit unseren Partnerstädten Fivizzano und Woerden (Italienfahrt und Woerden-Austausch), Essstände mit europäischen Spezialitäten und französische Musik.

Die Klassen 7 wurden durch die Achtklässler über die Schüleraustausche des SteinGy mit England, Frankreich und Woerden informiert und den Schülerinnen und Schülern, die in diesem Jahr die außerschulischen Französischprüfungen Delf (Niveau A2 – B2) abgelegt haben, erhielten ihre Urkunden.

Projekttag 5. Klassen

Erstmals gab es in diesem Jahr auch einen EU-Projekttag für alle 5. Klassen, um ihnen gleich im ersten Jahr am SteinGy deutlich zu machen, warum wir eine Europaschule sind und warum das wichtig ist.

Inhalt des Projekttages für die 5er waren vor allem erste geographische, geschichtliche und politische Aspekte der EU, aber auch der Fußball und die Sprachen Europas waren Thema.

Allem vorangestellt war die Frage, woher die Idee zur Europäischen Union eigentlich kam und warum sie auf so viel Zustimmung stieß. Schlaglichtartige Bilder zum Ersten und Zweiten Weltkrieg und die Zahlen zu den jeweiligen Todesopfern machten schnell deutlich, was man nach 1945 nicht mehr wollte!

Dann ging es in einem Stationenlernen weiter ins Detail: Wo genau liegt eigentlich Europa? Welche Länder gehören dazu? Welche davon sind in der EU? Wer trat wann der EU bei? Welche Ziele verfolgt die EU? Welche Sprachen spricht man in Europa? Was hat Fußball mit Europa zu tun?

In der Auswertung wollten wir von den Schülerinnen und Schülern wissen,

  • was sie besonders interessant fanden („Wie viele Menschen in Europa leben!“, „Nein, wie wenige, wenn man das mit China vergleicht!“, „Dass über viele Jahre immer mehr Länder der EU beitraten.“, „Dass es dann geklappt hat, dass so lange bei uns kein Krieg mehr war.“ …)
  • was sie besonders überrascht hat („Dass so viele Länder bereit waren, nach dem Zweiten Weltkrieg mit Deutschland zusammenzuarbeiten.“, „Dass so viele Sprachen in Europa gesprochen werden.“ …)
  • welche Fragen sich ergeben („Wollen noch weitere Länder in die EU?“, „Warum will Großbritannien raus aus der EU?“, „Ich frage mich wie das hier wohl nach dem Zweiten Weltkrieg aussah.“)

Ein gelungener erster Projekttag dieser Art, was sich auch darin zeigte, dass die Fünftklässler ihn auf jeden Fall auch für die kommenden 5. Klassen weiter empfehlen!

(Bischoff)

Projekttag 10. Klassen

Auch für die Oberstufe gab es am diesjährigen EU-Projekttag eine interessante Veranstaltung unter dem Titel: „Der Brexit – Für Deutschland (k)eine Alternative? – Was bringt uns die EU eigentlich?“.

Schülerinnen und Schüler unserer Einführungsphase hatten im Sozialwissenschaften-Unterricht Informationen zur Europäischen Union generell und zum Brexit im Speziellen gesammelt und konnten die aufgekommenen Fragen am Projekttag mit ausgewiesenen Experten aus der Politik besprechen, um daraus für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einen informativen Vortrag sowie eine Diskussionsrunde im Plenum vorzubereiten.

Dazu hatte das SteinGy namhafte Unterstützung durch den Besuch des CDU-Bundestagabgeordneten Karl-Heinz Wange aus dem Wahlkreis Paderborn-Stukenbrock. Herr Wange gab tiefe Einblicke in seine Arbeit im EU-Ausschuss des Bundestages und erarbeitete mit einem der Kurse Generelles sowie rechtliche Fragen zur Europäischen Union und zum Brexit auf der Grundlage seiner Expertise als Europafachmann.

Daneben konnten wir die ehemalige Landtags- und Bundestagsabgeordnete und jetzige Leiterin des Bielefelder Regionalbüros der Grünen, Frau Ute Koczy, für den Tag gewinnen. Sie übernahm die Leitung einer Schülergruppe, die unter dem Titel „Herz statt Hetze“ zum aktuellen europaweiten Problem des Populismus und Extremismus Informationen zusammentrug und Fragen zu aktuellen Tendenzen, auch in OWL, beantwortete.

Der Bürgermeister unserer Gemeinde, Herr Klaus Besser, SPD, stand einer dritten Gruppe Rede und Antwort hinsichtlich der wirtschaftlichen und auch alltäglichen Verflechtungen und des Nutzens der EU im Bereich der Gemeinde. Europa vor unserer Haustür wurde in den offensichtlichen und – besonders interessant – in den eher verborgenen und indirekten Bezügen vor Augen geführt.

Die abschließende Vorstellung im Plenum vor ca. 70 Schülerinnen und Schülern und die Diskussions- und Fragerunde machten dann schnell deutlich: Europa bringt uns sehr viel mehr, als auf den ersten Blick vielleicht erkennbar ist. Die Zeit reichte nicht einmal aus, um alle Fragen der SteinGy-Schüler an die Experten zu beantworten. Die Idee des geeinten Europas zeigte sich an diesem Projekttag für alle Beteiligten als eine facettenreiche, spannende, viele Lebensbereiche tangierende, konfliktbehaftete und leider auch konkret bedrohte Idee.

(Osterfeld)

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