SteinGy-Teams hocherfolgreich bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“


Jufo2018 02Erfogreich mit dem Dame-Spiel: Die drei Oberstufenschüler Can Ward (v.l.), Till Brinkmann und Marco Adamzcyck.

Drei Teams des Steinhagener Gymnasiums präsentierten am Samstag, dem 24.02., ihre Projekte der Jury in der Sparkasse Herford, wo der Regionalwettbewerb OWL-Nord der Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ 2018 ausgetragen wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein erster Preis und damit Regionalsieger im Wettbewerb „Jugend forscht“ im Bereich Mathematik/Informatik für das Team mit Marco Adamczyck, Till Brinkmann und Can Ward. Einen weiteren ersten Preis bei „Schüler experimentieren“ und damit auch hier den Regionalsieg erreichte das Team Emre Cakmak, Zaheeb Hayat und Rapig Khan aus dem neunten Jahrgang. Sie waren in der Kategorie „Technik“ angetreten. Beide Teams bereiten sich nun auf den Landeswettbewerb vor. Einen dritten Preis und einen Sonderpreis erreichten Liv Johanning, Lucca Paasche und Max Roßkamp aus dem achten Jahrgang bei „Schüler experimentieren“ im Bereich „Arbeitswelt".


Jufo2018 01Sie setzen sich mit der Haustechnik auseinander: Zaheeb Hayat, Rapig Khan und Emre Cakmak.

Die drei Oberstufenschüler hatten ein sehr beeindruckendes Computerprogramm geschrieben, das das Dame-Spiel nachbildet. Die selbst gestellte Herausforderung: Der Algorithmus sollte nicht nur möglichst optimale Spielzüge errechnen, sondern auch durchgeführte Spiele analysieren und Verbesserungen für zukünftige Spiele ermitteln, kurz gesagt: Der Computer sollte lernen. Neben der aufwendigen Programmierung der Abbildung eines Spielstandes in angemessenen Datenobjekten, der Darstellung der Spielumgebung auf den Bildschirmen und der Kommunikation mit dem Spieler bestand die eigentliche Herausforderung darin, eine Strategie zu entwickeln, möglichst frühzeitig erfolgsversprechende Spielzüge zu identifizieren. Denn eins stellte sich schnell heraus. Auch wenn inzwischen die Computer eine enorme Rechenleistung bieten, die Gesamtheit aller möglichen Spielzüge eines Spiels kann auch der nicht in akzeptabler Zeit berechnen.


Das Ergebnis überzeugte die Jury vorbehaltlos. Den Schülern ist es beeindruckend gut gelungen, die kombinatorische Explosion der möglichen Spielzüge algorithmisch in den Griff zu bekommen und so ein Damespiel zu entwickeln, gegen das ein menschlicher Spieler allenfalls noch ein Remis erreichen kann, wenn er optimal spielt.


Ohne Computer geht es auch in dem Team der Neuntklässler nicht. Sie haben sich mit der Haustechnik 4.0 auseinandergesetzt. Im Zentrum steuert ein Minicomputer „Rasperry Pi“ über verschiedene Platinen mit unterschiedlichen Sensoren zentrale Haustechnik, wie z.B. die Licht- oder Jalousiensteuerung in Abhängigkeit von der Helligkeit. Ergänzt wurde die Technik um das aktuelle Thema Sprachsteuerung. Ergebnis ist das „Mc Smartberry“, das die Gruppe nun als Regionalsieger auf Landesebene vorstellen darf.


Jufo2018 03Die LML-Box unterstützt den digitalen Unterricht. Vorgestellt wurde sie von Liv Johanning, Max Roßkamp und Lucca Paasche.

Es wundert nicht wirklich, wenn es auch beim dritten Team um den Computer geht. Die Achtklässler widmeten sich einem Problem aus dem Unterricht. Wie kann ich ohne großen Aufwand den Bildschirm eines Endgeräts wie z.B. eines Smartphones oder Tablets auf einer Zeigefläche im Klassenraum präsentieren? Obwohl dieses Problem alltäglich im Unterricht gelöst sein will, hat die Industrie noch keine universelle Lösung unabhängig von Betriebssystem und Hersteller im Angebot. In diese Lücke tritt die LML-Box. Sie bietet allen Endgeräten eine Verbindungsmöglichkeit zum Beamer und nutzt alle Techniken, vom Kabel über Bluetooth bis hin zum Aufspannen eines kleinen WLan-Netzes. Der Lohn der Anstrengung besteht nun in einem dritten Preis.


Der betreuende Lehrer Andreas Frerkes zeigte sich äußerst beeindruckt von den drei Forscherteams. Er hob hervor, mit welcher Energie und Konsequenz alle an ihren Vorhaben und der ständigen Optimierung gearbeitet haben. „Sehr erfreulich, dass die Teams entsprechende Auszeichnungen durch die Jury erfahren hat.“


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